Meiste Deutsche schließen Heirat nicht aus – Wort „Hochzeit“ bereits in Sprache des Mittelalters
Glücklich vor den Traualtar

Knapp 90 Prozent der Deutschen schließen eine Hochzeit nicht aus: Allerdings sind für Frauen und Männer unterschiedliche Gründe maßgebend, um dem Partner das „Ja“-Wort zu geben. (Foto: djd/FriendScout24/thx)
(puh/weddix.de)

Allein ist der Mensch ein unvollkommenes Ding. Er muss einen zweiten finden, um glücklich zu sein.“ Vor sehr langer Zeit hat Blaise Pascal (1623 bis 1662), ein französischer Mathematiker, Physiker, Literat und christlicher Philosoph, diesen Satz ausgesprochen, der wahrscheinlich immer zutreffen wird.

Und wer schließlich den Ratschlag von Pascal befolgt und das Leben zusammen mit seiner besseren Hälfte verbringt, der tritt meist auch vor den Traualtar.

Studien belegen, dass fast 90 Prozent aller Deutschen eine Heirat zumindest nicht ausschließen. Sind sich Paare indieser Frage einig, dreht sich schnell alles nur mehr um das große, bevorstehende Ereignis. Kein Tag vergeht, an dem das Wort Hochzeit oder heiraten nicht in den Mund genommen wird.

Darum würden die Deutschen heiraten(djd) In einer GfK-Umfrage im Auftrag von FriendScout24 wurden die Menschen gefragt, aus welchem Grund sie heute heiraten würden – unabhängig davon, ob sie verheiratet sind oder nicht.

Die Antworten (Mehrfachnennungen waren möglich):

■ 1. Hauptsächlich aus Liebe (62,4 Prozent)
■ 2. Um eine Familie zu planen (31,0 Prozent)
■ 3. Weil heiraten einfach dazu gehört (18,3 Prozent)
■ 4. Aus steuerlichen Gründen (15,4 Prozent)
■ 5. Weil ein gemeinsames Kind unterwegs ist (13,6 Prozent)
■ 6. Weil eine Hochzeitsfeier romantisch ist (10,4 Prozent)
■ 7. Um mich finanziell abzusichern (9,2 Prozent)
■ 8. Um meinen Partner zu binden (8,8 Prozent)
■ 9. Weil wir ein gemeinsames Kind haben (8,5 Prozent)
■ 10. Weil der Partner es will (5,6 Prozent)

Da kann man schon ins Grübeln kommen, woher das Wort eigentlich stammt und
was es ursprünglich bedeutet hat. Auf dem Weg zu den Wurzeln des Wortes Hochzeit wird aber immer mehr klar: Etymologisch, also sprich von der Wortherkunft, gibt es keine eindeutige Klärung.

Festliche, hohe Zeit


Schon die Bibel spricht vom „Ehebund“ und meint damit die ewige Verbindung von Mann und Frau, die von Gott geschlossen wird. Das Wort „Hochzeit“ taucht bereits in der Sprache des Mittelalters auf. Übersetzen lässt sich das mittelhochdeutsche Wort „hôchzît“ mit festliche, hohe Zeit.

Zwei Haushalte


Damit waren alle hohen christlichen Feste, aber vor allem die vier Jahresfeste
Ostern, Pfingsten, Allerheiligen und Weihnachten gemeint. In seltenen Fällen wurde der Begriff auch für weltliche Feste verwendet. Die Vielschichtigkeit des
Wortes hat sich im Laufe der Zeit auf die Bedeutung „Eheschließung“ reduziert.

Unter Martin Luther – somit im 16. Jahrhundert – wurde das Wort „Heirat“ meist
beim Zusammenschluss zweier Haushalte verwendet. In diesem Kontext lässt sich das Wort auch auf „einen Hausstand gründen“ oder „Hausrat“ zurückführen.

Liebe zweier Menschen


Auch wenn sich Wortsinn und Wortlaut im Laufe der Jahrhunderte stark verändert haben stand und steht immer eines im Mittelpunkt: Die Liebe zweier Menschen füreinander.

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