Meldonium-Doping
Fatal im Kampf gegen das Doping

Frankfurt. Russlands Präsident Wladimir Putin hat mit Genugtuung auf die Lockerung der Regularien bei Meldonium-Doping durch die WADA reagiert. "Diese Substanz konnte niemals als Dopingmittel betrachtet werden", sagte Putin am Donnerstag in Moskau. Meldonium auf die Dopingliste zu setzen, sei wohl kaum eine politische Entscheidung gewesen. Das Mittel beeinflusse die Leistung nicht, "das ist total sicher", betonte der Präsident.

Während Doping-Experte Mario Thevis die WADA für ihre Lockerung in Schutz nahm, bezeichnete der deutsche Leichtathletik-Chef Clemens Prokop den Vorstoß in punkto Meldonium als "Skandal". Dies sei "ein schwerer Schlag gegen die Glaubwürdigkeit im Anti-Doping-Kampf", sagte der Jurist am Donnerstag. Der Rückzieher sei "ein Armutszeugnis" der WADA. Sportrechtler Michael Lehner kritisierte das zum 1. Januar ausgesprochene Einnahme-Verbot des Mittels als "Schnellschuss". Meldonium bezeichnete er als "russisches Aspirin, das frei zu bekommen ist". Der Tennis-Weltverband ITF kündigte derweil eine Anhörung der suspendierten Starspielerin Maria Scharapowa an.
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