Merkel reist ins Krisengebiet

Brüssel/Istanbul. Fünf Wochen nach dem umstrittenen EU-Flüchtlingspakt mit Ankara will Bundeskanzlerin Angela Merkel in das südosttürkische Grenzgebiet zu Syrien reisen. Wie Merkels Sprecher Steffen Seibert am Freitag mitteilte, wird die Kanzlerin am Samstag kommender Woche gemeinsam mit EU-Ratspräsident Donald Tusk und EU-Vizekommissionspräsident Frans Timmermans die Stadt Gaziantep besuchen. Die gleichnamige Provinz grenzt an Syrien an und gehört zu den Regionen mit den meisten syrischen Flüchtlingen in der Türkei.

Hintergrund der Reise Merkels ist nach Angaben aus Brüssel das neue Flüchtlingsabkommen der EU mit der Türkei. Es sieht die Rückführung aller Migranten vor, die illegal aus der Türkei auf griechische Inseln übersetzen. Für jeden Syrer, der von den griechischen Inseln in die Türkei zurückgebracht wird, soll im Gegenzug einer legal und auf direktem Wege in die EU kommen können. Die EU hat der Türkei außerdem Milliardenhilfen und Visafreiheit in Aussicht gestellt.
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