Militär im Kampf gegen die Mücken
Brasilien im "Zika-Krieg"

Im August sind die Olympischen Spiele in Rio, die Welt schaut auf Brasilien. Die Zika-Epidemie kommt zur Unzeit. Am Wochenende zog sogar das Militär in den Kampf gegen die Mücken, die das Virus übertragen.

Rio de Janeiro. Mit Hilfe von 220 000 Soldaten hat Brasilien den Großeinsatz gegen das mysteriöse Zika-Virus gestartet. Das Militär verteilte am Samstag vier Millionen Flugblätter mit Tipps zur Moskitobekämpfung, bevor als nächste Etappe Zehntausende Soldaten ab Montag mit Insektiziden den Mücken zu Leibe rücken. Zika wird von der Gelbfiebermücke (Aedes aegypti) übertragen. "Bis zu den Olympischen Spielen werden wir beachtliche Erfolge bei der Vernichtung der Moskitos schaffen", versprach Staatspräsidentin Dilma Rousseff. Erste Sportler erwägen bereits einen Verzicht auf Olympia 2016.

Rousseff nahm am Samstag in Rio de Janeiro an der Aktion teil und erklärte Bürgern, was zu tun sei, um die Gelbfiebermücken zurückzudrängen. Die Soldaten und Tausende Mitarbeiter der Gesundheitsbehörden schwärmten in 353 Städten mit Informationsblättern aus, um knapp 3 Millionen Häuser zu besuchen.
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