Olympiasieger aus Flossenbürg
Der Kronprinz aus Norwegen greift Frenzel an

Oslo. Der mögliche Kronprinz hat dem derzeitigen König der Nordischen Kombination erstmals das Fürchten gelehrt. Eric Frenzel, noch vor einer Woche der umjubelte Held beim dritten Gewinn des Seefeld-Triple, musste ausgerechnet am Holmenkollen vor den Augen des norwegischen Königs Harald V. dem 18-jährigen Jarl Magnus Riiber den Vortritt lassen. Doch auch mit Platz drei baute Frenzel seinen Vorsprung im Gesamtweltcup aus, liegt jetzt 97 Zähler vor seinem Dauerrivalen Akito Watabe aus Japan, der in Oslo Zweiter wurde.

Was Bundestrainer Hermann Weinbuch schon vor Saisonbeginn prognostiziert hatte, trat in Oslo erstmals ein. Das Sprungwunder Riiber, der sich bei internen Tests auch schon gegen Norwegens keinesfalls schlechte Spezialspringer durchgesetzt hat, macht den Etablierten der Szene mächtig Dampf. Mit verkürztem Anlauf nahm er am Holmenkollen Frenzel und Watabe sechseinhalb Meter ab und hatte damit 1:10 Minuten Vorsprung für den 10-Kilometer-Lauf. Die brachte er durch. Auch, weil Frenzel an diesem Tag nicht spritzig genug war und sicher nicht die besten Ski unter seinen Füßen hatte.

Keine elegante Landung


"Wir haben schon auf der Schanze einiges liegenlassen. Riiber kann dort, vor allem auf den großen Anlagen, einiges an Zeit herausspringen. Das müssen wir immer beachten", betonte Weinbuch. Bei Frenzel bemängelt er nach wie vor die nicht so elegante Landung, die ein paar Punkte und damit Zeit kostet. "Daran müssen wir weiter arbeiten", bemerkte der Coach.

Frenzel selbst machte ein wenig Müdigkeit bei sich aus. "Vielleicht hat der vergangene Sonntag in Seefeld ein paar Körner zuviel gekostet. Die Verfolgung von Riiber mit Akito war aber auch ein hartes Stück Arbeit. Ich bin sehr zufrieden, den dritten Platz behauptet zu haben", meinte der Olympiasieger und Weltmeister aus Flossenbürg.
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