„Reboarder“ – rückwärtsgerichtete Kindersitze – haben viele Vorteile
Bequem, sicher und mit Panoramablick

Viele Eltern schauen immer noch verwundert, wenn sie in ein Auto blicken, in das ein „Reboarder“ eingebaut ist. Viele können sich nicht vorstellen, das eigene Kind rückwärts fahren zu lassen. Noch immer ranken sich viele Mythen und Vorurteile gegen rückwärtsgerichtete Kindersitze. Hier die gängigsten Beispiele:

Mein Kind sieht im Reboarder nichts.
Das hartnäckigste Gerücht ist, dass Kinder im Reboarder nichts sehen. Dies ist, wenn man die Perspektive der Kinder einnimmt, nicht der Fall. Kinder sehen beim Vorwärtsfahren nur die Rückseite des Vordersitzes. Durch die Seitenwangen der Kindersitze ist die Sicht zur Seite stark eingeschränkt. Im Reboarder haben Kinder einen „Panoramablick“ durch die Heckscheibe. Zudem können sie Objekte, an denen das Auto vorbeifährt, wesentlich länger fixieren.

Wohin mit den Beinen, wenn die Kinder größer werden?
Auch hier muss man in die Perspektive der Kinder wechseln. Was für Erwachsene teilweise unbequem aussieht, ist für den Nachwuchs ganz normal. Man braucht Kinder nur einmal beim Spielen zu beobachten. Sie sitzen oft stundenlang im Schneidersitz oder mit überkreuzten Beinen. Das stellt für sie kein Problem dar, sie empfinden dies eher als bequem.

In meinem Auto hat ein „Reboarder“ keinen Platz.
Diese Aussage kann so nicht stehen bleiben. Es gibt sehr viele verschiedene Modelle. Das stellt sicher, dass sich für nahezu jedes Fahrzeug ein passender Sitz findet. Außerdem wird oft nicht beachtet, dass bei vorwärts gerichteten Sitzen einen Mindestabstand von 55 Zentimetern von der Nasenspitze bis zum Vordersitz eingehalten werden muss. Das ist bei sehr vielen Fahrzeugen nicht möglich.
Kinder haben somit fast in jedem Fall in einem „Reboarder“ mehr Platz als im herkömmlichen Kindersitz. Das erklärt sich durch die Sitzanordnung der Autositze.

„Reboarder“ sind sicherer
Der Kopf von Kleinkindern ist verhältnismäßig schwer. Er kann von der Nackenmuskulatur noch nicht ausreichend gestützt werden, wenn es zu einem Unfall kommt. Insbesondere bei einem Frontalaufprall, der mit Abstand die häufigste Unfallursache bei schweren Unfällen ist, wird der Nacken eines Kindes in einem vorwärts gerichteten Kindersitz extremen Bedingungen ausgesetzt. Das kann zu erheblichen Verletzungen und schweren gesundheitlichen Folgen führen.

Bei einem Unfall mit 50 Stundenkilometern wirken dabei die gleichen Kräfte wie bei einem Sturz aus dem dritten Stockwerk. Wird der Nachwuchs allerdings entgegen der Fahrtrichtung – nämlich in einem „Reboarder“-Kindersitz – transportiert, kann man schwere Nackenverletzungen in der Regel vermeiden. Die Kräfte, die bei solch einem Unfall wirken, verteilen sich gleichmäßiger und deutlich abgeschwächter auf den Körper.

Zudem wirkt die Schale des „Reboarder“-Kindersitzes wie ein Schutzschild und bietet optimalen Halt und ein sicheres Gefühl. Durch den Transport entgegen der Fahrtrichtung kann außerdem vermieden werden, dass das Kind auf die Vordersitze aufprallt und sich so weitere Verletzungen zuzieht. Darüber hinaus ist das Kind vor Splittern und Gegenständen, die bei einem Unfall in beziehungsweise durch das Auto fliegen, geschützt.
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