Renault trumpft mit dem neuen Grand Scenic auf - Pfiffige Ideen, viel Platz und Komfort
Schicke Familienkutsche aus Frankreich

Avantgarde auf Rädern: der neue Renault Grand Scenic. (Foto: Thomas Schneider / mid)
 
Aufgeräumtes Cockpit, Softtouch-Oberflächen und großer Touchscreen im Hochformat: der Innenraum des Grand Scenic. (Foto: Thomas Schneider / mid)
(mid/tt)

20-Zoll-Designräder, Ledersessel mit Massagefunktion und sogar ein Kühlfach: Diese Features stammen nicht etwa aus der Optionsliste einer Luxus-Limo mit sechsstelligem Basispreis, sondern aus der Serienausstattung des neuen Renault Grand Scenic. Die Familienkutsche aus Überzeugung startet nun in vierter Generation mit gefälligem Blechkleid und Platz für bis zu sieben Personen.

Optisch ähneln der 4,41 Meter lange Scenic und der um 23 Zentimeter verlängerte Grand Scenic sehr dem 2015 eingeführten Espace. Das avangardistisch gezeichnete Blechkleid fällt auf, sticht aus der Masse heraus. Das Renault-Familiengesicht mit großem mittigen Rhombus, die riesige Windschutzscheibe, das farblich abgesetzte Dach und die Silhouette mit abfallender Dachlinie und Steilheck machen die beiden Scenic zum Hingucker. Nicht zuletzt auch wegen der mit 20 Zoll ungewöhnlich großen "Efficiency Wheels", die auch beim Espace zum Einsatz kommen.

Stylisher Van


"Wir wollen mit den 20-Zöllern SUV-Kunden davon überzeugen, dass auch ein Van stylish sein kann", sagt Delphine de Andria, Produktdirektorin für die Renault-Kompaktfahrzeuge. Aber geht das nicht zulasten von Komfort und Verbrauch und treibt den Preis extrem in die Höhe? Nein, sind sich die Strategen der Marke sicher. Sie sind schon bei der Einstiegsversion "Life" Serie, und auch beim Nachkauf würden keine horrenden Summen aufgerufen. Die Pneus sollen nicht teurer sein als 17-Zöller. Zugunsten der Effizienz sind die Reifen mit 195 Millimeter sehr schmal, und damit der Federungskomfort nicht leidet, ist die Reifenflanke wie bei kleineren Formaten knapp elf Zentimeter hoch - von Niederquerschnitt also keine Spur.

Aber kann der französische Schönling auch auf der Straße überzeugen? Ja, unbedingt. Entert der Fahrer das Cockpit, fällt zunächst die Chrom-umrahmte Mittelkonsole mit zentral platziertem 8,7-Zoll-Touchscreen im Hochformat ins Auge. Knöpfe und Schalter sind auf ein Minimum reduziert. Insgesamt geht die Bedienung leicht von der Hand.

Auf dem Armaturenbrett und den Tür-Flächen nimmt weicher Kunststoff dem Innenraum jegliche Härte. Dazu kommen unzählige Ablagen mit zusammen 63 Liter Volumen. Besonders erfreulich: Das auf Knopfdruck ausfahrende "Easy Life"-Handschuhfach hat sogar eine Kühlfunktion. Das Raumkonzept insgesamt wirkt sehr durchdacht und für Familien maßgeschneidert.

Maßgeschneidert sind auch die breiten Ledersessel mit Massagefunktion. Sie sind bequem und bieten genügend Seitenhalt. Genial einfach ist die vom Espace bekannte "One Touch Folding", dem Umklappen der hinteren beiden Sitzreihen auf Knopfdruck vom Kofferraum aus oder über den Touchscreen. Eine verschiebbare Mittelkonsole inklusive zwei Staufächern macht diese von den vorderen und hinteren Sitzen nutzbar. USB-Anschlüsse und ein 12-Volt-Anschluss sind integriert.

Das "R-Link 2"-Infotainment-System macht seine Sache gut. Es reagiert schnell, der Bildschirm lässt sich auch bei Sonneneinstrahlung gut ablesen. Die Anzeigen des Systems und auch das Ambiente-Licht sowie das personalisierbare Display hinter dem Lenkrad lassen sich farblich anpassen. Gut: Das Infodisplay zeigt auf Wunsch auch die Navigationshinweise und die erlaubte Höchstgeschwindigkeit an, so muss der Blick des Fahrers nicht von der Straße abweichen. Und auch - ganz Familienauto - die Kiddies auf der Rückbank hat der Fahrer dank eines zusätzlichen Kinderspiegels immer im Auge.

Üppige Ausstattung


Die Ausstattung insgesamt ist üppig. 2-Zonen-Klima, Infotainment, Tempomat und vieles mehr sind bereits in der Basis ab 23.490 Euro Serie, ebenso wie ein Notbrems-Assistent mit Fußgänger-Erkennung. In den höheren Trimms kommen unter anderem LED-Scheinwerfer, Rückfahr-Kamera, adaptiver Tempomat und eine ganze Heerschar an Assistenten dazu. Optional gibt es sieben Sitze, wobei der sechste und siebte in Reihe drei nur für Kinder taugen. Ein Sonderlob verdient die in der Top-Variante die serienmäßige Musikanlage, die auf der ganzen Linie überzeugt. Satte Bässe und glasklare Höhen setzen vermutlich die Referenz in der Kompaktklasse - mehrere Tausend Euro teure High-End-Systeme einmal ausgenommen.

Fescher Franzose


Und wie fährt sich der fesche Franzose? Sehr komfortabel. Das Fahrwerk schluckt Unebenheiten meist mit Bravour. Als Gesamtpaket überzeugt der Grand Scenic damit rundum. Er ist ein komfortabler Gleiter für Familien. Das Raumangebot und die vielen pfiffigen Ideen im Innenraum sowie die sehr üppige Ausstattung sprechen für sich.
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