Russische Rüstungskonzerne verkaufen mehr Waffen
Reibach mit Waffenhandel

Stockholm. Russische Rüstungskonzerne haben vergangenes Jahr entgegen dem internationalen Trend mehr Waffen verkauft. Dem Stockholmer Friedensforschungsinstitut Sipri zufolge erhöhten die Hersteller in 2014 ihren Umsatz um mehr als 48 Prozent. "Russische Unternehmen reiten auf der Welle der zunehmenden nationalen Militärausgaben und Exporte mit", sagte Sipri-Experte Siemon Wezeman. Die Zahl der russischen Produzenten in der Liste der 100 größten Rüstungsunternehmen stieg von neun auf elf.

Weltweit sanken die Verkäufe der größten Rüstungsunternehmen zum vierten Mal in Folge leicht. Zusammen setzten die Hersteller 401 Milliarden US-Dollar (rund 367 Milliarden Euro) und damit 1,5 Prozent weniger als im Vorjahr um, berichtete Sipri. Die westeuropäischen Waffenverkäufe gingen um 7,4 Prozent zurück. Eine Ausnahme ist neben der Schweiz Deutschland: Deutsche Rüstungsunternehmen verdienten vergangenes Jahr mehr. Den Forschern zufolge lag das vor allem am starken Umsatzwachstum beim Industriekonzern Thyssen Krupp.
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