Service für barrierefreies Leben
Vorausschauendes Modernisieren zahlt sich aus

Frühzeitig daran zu denken, seine eigenen vier Wände altersgerecht zu modernisieren, ist ein kluger Schachzug. Ein Zuschuss hilft bei der Finanzierung. (Foto: KfW-Bildarchiv/photothek.net)
(epr/tt)

„Trautes Heim, Glück allein“ – so empfinden viele Menschen ihr Zuhause und wünschen sich, dass dies möglichst lang der Fall ist. Wer heute neu baut, kann bereits vorausschauend schwellenlose Übergänge, breite Eingänge und Alternativen zu Treppen einkalkulieren, damit auch im hohen Alter für die Selbstständigkeit in den eigenen vier Wänden gesorgt ist. Doch nach wie vor bewohnen die meisten Menschen Immobilien, bei deren Bau die demografische Entwicklung nicht berücksichtigt wurde. Mit nachträglichen Modernisierungsmaßnahmen kann hier Abhilfe geschaffen werden.

„Altersgerecht Umbauen“ heißt das Programm der KfW-Bankengruppe, das Bauherren, die sich ein angenehmes und komfortables Wohnumfeld wünschen, finanziell unterstützt. Vom Ergebnis profitieren alle Bewohner – egal ob jung oder alt, groß oder klein, sportlich oder bewegungseingeschränkt.

Denn nicht nur Senioren, sondern auch kleine Kinder bewegen sich sicherer, wenn es weniger Stolperfallen gibt. Von geringeren Unfallquellen profitiert jeder Nutzer von Wohnimmobilien. Zu den förderfähigen Maßnahmen gehören der Einbau einer bodengleichen Dusche, die Verbreiterung von Türen, Grundrissänderungen, um mehr Verkehrsfläche zu schaffen, sowie der Abbau von Schwellen an Hauseingangs- und Wohnungstüren.

Ende des vergangenen Jahres hat die KfW-Bankengruppe die Höhe der Zuschüsse für Investitionen in die Barrierereduzierung mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit noch einmal erhöht. Wer den anspruchsvollen Standard „Altersgerechtes Haus“ erreicht, kann mit einem Zuschuss von 12,5 Prozent der förderfähigen Kosten, maximal 6.250 Euro pro Wohneinheit, rechnen.

Für Einzelmaßnahmen zum Abbau von Barrieren beträgt der Zuschuss zehn Prozent. Neu ist der Zuschuss für Einzelmaßnahmen zum Einbruchschutz in Höhe von zehn Prozent mit einer Höchstgrenze von 1.500 Euro pro Wohneinheit. Das Programm kann nur in Anspruch genommen werden, wenn sich die Investitionskosten auf mindestens 2.000 Euro belaufen; im letzten Jahr lag die Grenze noch bei 3.750 Euro.

Alternativ können barrierearme Umbauten im Bestand auch mit einem zinsgünstigen Kredit der KfW Bankengruppe finanziert werden. Wichtig ist, dass in beiden Fällen der Antrag vor Beginn der Modernisierungsmaßnahmen vorliegt. Mehr unter www.kfw.de.

Tipp: Wer derartige Umbaumaßnahmen plant, sollte auch andere mögliche Quellen für finanzielle Unterstützung prüfen, wie etwa Pflege- und Krankenkasse, Rentenversicherung, Landkreis, Kommune, Arbeitsagentur oder Sozialamt.

Einen guten Überblick haben zumeist die Behindertenbeauftragten von Kommunen und Landkreisen. Barrierefreiheit ist eine wichtige Voraussetzung für Inklusion. Auch die „Aktion Mensch“ fördert daher bauliche und nicht-bauliche Maßnahmen zur Umsetzung von Barrierefreiheit. Das kann etwa für Vereine interessant sein oder auch für barrierefreie Wohnprojekte. Informationen dazu gibt es auf www.aktion-mensch.de (Fördermöglichkeiten).
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