So machen Sie Ihr Immunsystem fit für den Winter
Starke Abwehrleistung

(Foto: Fotolia)

Dunkelheit am Morgen, Dunkelheit am Abend – die kalten Monate drücken aufs Gemüt: Der Körper gerät in Winterstress, Viren haben dann leichtes Spiel. Doch mit ein paar einfachen Mitteln kann man das Immunsystem stärken.

Jedes Jahr gibt es in Deutschland 164 Millionen Fälle von Erkältungskrankheiten, die meisten davon in der Herbst- und Winterzeit. Über 200 verschiedene Viren hat die Medizin bisher als Auslöser identifiziert. Glücklicherweise hat uns die Natur mit einem wirkungsvollen Schutzpanzer gegen diese Keime ausgestattet: dem Immunsystem. Dieses wehrt Infektionen ab und behütet uns vor harmlosen Erkältungen ebenso wie vor gefährlichen Angriffen auf unsere Organe. Doch ein Blick auf die Krankheitsstatistiken der vergangenen Jahre zeigt eine besorgniserregende Entwicklung: Die Anfälligkeit der Menschen für Infektionen und andere Krankheiten nimmt zu. Für Erkältungskrankheiten entstehen allein in Deutschland Kosten von rund 30 Milliarden Euro pro Jahr.

Was den Menschen krank macht


Auslöser der Infektionskrankheit sind schnell abfallende Temperaturen und niedrige Luftfeuchtigkeit. Auch eine kurzzeitige Verkühlung kann ein untrainiertes Immunsystem so schwächen, dass Viren überhand nehmen. Diese vermehren sich dann in der Nase und in den Atemwegen. Beim Niesen werden sie stoßartig in die Umgebung abgegeben und kontaminieren die Luft mit den übertragenden Erregern.

Eine wichtige Eintrittspforte für die Viren ist wiederum die Nase, die in Erkältungskrisen die Abwehr der Viren nicht mehr bewältigen kann. Das klingt jedoch bedrohlicher als es ist: Ein 75-Jähriger übersteht mehr als 200 Infekte in seinem Leben und kann sie bei guter körperlicher Verfassung auch ohne Komplikationen wegstecken. Dabei hilft ein intaktes Immunsystem!

Was den Menschen gesund macht


Schon aus der Tatsache, wie sich die Krankheitserreger dem Immunsystem nähern und wie sie abgewehrt werden, ergibt sich eine ganze Reihe von immunstärkenden Maßnahmen. Experten empfehlen: Regelmäßiges Händewaschen, und zwar mindestens zehn Mal pro Tag mit lauwarmem Wasser und Seife für mindestens 30 Sekunden, vermindert die Übertragungsfähigkeit signifikant. Nasenduschen mit Salzlösungen spülen die immunologisch aktive Schleimhaut frei von Viren und Bakterien. Anschließend sollten die Nasenschleimhäute mit Öl oder Paraffin eingecremt werden, damit die Kontaktflächen nicht von Viren berührt werden können. So funktioniert der Filter gegen Erkältungserreger und auch die Erwärmung der Schleimhaut bleibt optimal.

Als Schutz vor Übertragungen empfiehlt sich ein Schal. Über Mund und Nase gelegt, fängt er die feuchten Tröpfchen mit Erregern in der Luft ab. Auch Sauna, Dampfbad, Kaltgüsse, Bewegung und Licht halten die Abwehrkräfte im Winter fit, indem sie in den menschlichen Zellen die Konzentration der Interferone erhöhen. Das sind Proteine, die eine immunstimulierende Wirkung entfalten und so den Körper gegen viele Arten von Infektionskrankheiten stärken. Auch von innen heraus kann man den Körper vor den Unbilden des Winters schützen: Hochdosiertes Vitamin C in Obst und Gemüse (Orange, Mandarine, Tomate, Paprika) stählt die Abwehrkräfte, heiße Getränke wie Thymiantee mit Zitronensaft oder Saft von schwarzen Johannisbeeren schwemmen die Übeltäter aus, sorgen für feuchte und warme Schleimhäute und lassen die Erreger erst gar nicht eindringen.

Ausgeschlafene Abwehrkräfte


Neben Vitaminen und Säften bringt ausgiebiges Küssen und Knuddeln unsere
Abwehrkräfte auf Trab. Tatsächlich wirkt ein inniger Kuss fast wie eine Schluckimpfung: Das Immunsystem lernt auf diese Weise die fremden Viren kennen und wird nicht mehr so leicht von ihnen überrascht. Außerdem ist ausgiebiger Schlaf wichtig: Dabei entspannen nicht nur Geist und Muskeln, sondern auch unser Immunsystem. Deshalb schüttet unser Körper auch während einer Erkältung Stoffe aus, die schlaff und müde machen. Denn so kann sich der Mensch regelrecht gesund schlafen.
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