So riesig ist unser Stern im Vergleich zu einem Planeten
Merkur vor der Sonne

Auf den ersten Blick kann man den Planeten Merkur (links von der Mitte) mit einer Sonnenfleckengruppe (rechts oberhalb der Mitte) verwechseln. Das winzige Merkurscheibchen zeigt, wie gigantisch groß der Feuerball der Sonne ist. Das Bild entstand mit Sonnenfilterfolie in Luhe-Wildenau. Bild: Stefan Zaruba

Tag des Jahres für Amateurastronomen: Bei anhaltend klarem Himmel ließ sich am Montag Merkur stundenlang bei seinem Durchgang vor der Sonne beobachten.

Der innerste Planet im Sonnensystem trat - aus der Oberpfalz gesehen - gegen 13.15 Uhr vor die Sonnenscheibe und wanderte ganz langsam zum gegenüberliegenden Rand: Etwa siebeneinhalb Stunden Zeit blieb Hobbysternguckern und Besuchern von Sternwarten, das seltene Ereignis zu verfolgen. Nichts mitbekommen? Kein Wunder: Das Merkurscheibchen ist winzig, hat die Sonne nicht nennenswert verdunkelt und ist ohne Teleskop mit Schutzvorrichtung nicht zu sehen.

Achtung: Jeder Blick in die Sonne mit Teleskopen oder Ferngläsern führt ohne professionelle Schutzfilter zu sofortigen schweren Augenschäden.

Im Teleskop zeigt sich Merkur bei einem Transit, wie der Durchgang auch genannt wird, als pechschwarzes Scheibchen, das kaum deutlicher erscheint als eine Sonnenfleckengruppe. Der nächste Merkurtransit ist im Jahr 2019 zu sehen und der übernächste erst im Jahr 2032.



Bilder vom Transit gibt es unter anderem auf der Internetseite der NASA (englisch).


Der Merkur beim Eintritt in die Sonnenscheibe. Festgehalten mit einer Astrokamera ASI174 am großen Teleskop (DK700) der Sternwarte Dieterskirchen. Bild: Sternwarte Dieterskirchen
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