Über Ursachenforschung und richtige Mundhygiene
Mundgeruch auf frischer Tat ertappt

(Foto: Fotolia)

Wenn einem das Gegenüber sagt, man habe einen schlechten Atem, ja rieche sogar sehr unangenehm aus dem Mund – dann ist das schon eine äußerst peinliche Angelegenheit. Meist sind es Bakterien, die dafür verantwortlich sind. Eine regelmäßige und gründliche Mundhygiene ist das beste Mittel für frischen Atem. Doch wie sieht eigentlich eine optimale Mundhygiene aus?

Eines vorweg: Schlechter Atem kann neben mangelnder Mundhygiene auch ernsthaftere Ursachen haben. So ist es denkbar, dass hinter einem plötzlich auftretenden schlechten Atem – in Verbindung mit charakteristischem Geruch – Diabetes, Nieren- oder Lebererkrankungen stecken können. Süßlicher Azetongeruch (nach faulen Äpfeln oder Nagellackentferner) deutet auf Diabetes, ein harnähnlicher Geruch auf Nierenversagen und süßlicher Atem auf eine Lebererkrankung hin. Hier empfiehlt sich unbedingt eine Abklärung durch den Hausarzt.

Scheiden diese Ursachen aus, sind meist Bakterien für schlechten Atem verantwortlich. Denn wer seine Zähne nicht regelmäßig morgens und abends putzt, läuft Gefahr, dass sich Krankheitskeime und Fäulnisbakterien im Mund ausbreiten. Geschieht dies in einem frühen Stadium und über einen lang anhaltenden Zeitraum hinweg, können Entzündungen sowie Fehlentwicklungen des Zahnschmelzes und des Zahnbeins die Folgen sein.

Perfekte Mundhygiene – so sieht sie aus: Im Idealfall sollten die Zähne morgens, mittags und abends sowie nach jedem Essen gereinigt werden; mindestens aber zweimal täglich. Um grobe Speisereste zu entfernen, empfiehlt es sich, vor dem eigentlichen Zähneputzen den Mund kräftig mit Wasser auszuspülen. Danach sollten es schon mindestens drei Minuten Zähneputzen sein. Wobei kein allzu starker Druck ausgeübt werden darf, ansonsten wird das Zahnfleisch verletzt. Grundsätzlich sollte stets vertikal von „Rot nach Weiß“, also vom Zahnfleisch weg gebürstet werden.

Dies gilt es zu beherzigen
• Eine gute Zahncreme muss Fluoride enthalten. Ratsam sind zudem antibakterielle oder zahnhärtende Zusätze.

• Eine gute Mundhygiene schließt eine Zungenpflege mit ein, da die raue Oberfläche der Zunge Bakterien besonders gute Möglichkeiten bietet, um sich dort anzulagern. Dafür eignen sich spezielle Zungenreiniger, mit denen der bakterielle Belag abgeschabt wird.

• Eine gute Zahnbürste sollte einen kurzen Bürstenkopf haben. Damit erreicht man gut die hinteren Zähne und schwer zugänglichen Ecken. Außerdem sollte eine gute Zahnbürste Kunststoffborsten haben, da sie gut abgerundet sind und schnell trocknen. So ist die Gefahr gering, dass sich Bakterien ansiedeln können. Zahnseide für die Zwischenräume runden eine perfekte Mundhygiene ab.
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