Überraschungssieg beim Riesenslalom von Maribor
Rebensburg trotzVoll-Chaos Schnellste

Maribor/Garmisch. Im Ziel schüttelte Viktoria Rebensburg ungläubig den Kopf - und auch als der Erfolg perfekt war, konnte es die deutsche Vorzeige-Skirennfahrerin kaum glauben. "Das hätte ich mir nicht gedacht", meinte sie bei strahlendem Sonnenschein in Maribor und Temperaturen, die eher an Frühling denn an Winter erinnerten.

Zweiter Saisonsieg


Dass Rebensburg auf dem pappigen Schnee in Slowenien Probleme haben würde, war keine Überraschung. Dass sie die Tagesbilanz des Deutschen Skiverbands nach dem achten Platz von Andreas Sander bei der Abfahrt in Garmisch-Partenkirchen mit ihrem zweiten Saisonsieg aber so verbessern würde, dagegen schon mehr.

"Beim vierten Tor habe ich gedacht, ich kann abschwingen", erzählte die 26-Jährige und analysierte den gesamten zweiten Lauf treffend: "Das war von oben bis unten Voll-Chaos." Aber immerhin schnelles Voll-Chaos! Die Olympiasiegerin von 2010 kletterte von Position zwei nach dem ersten Lauf noch auf den ersten Rang und verwies Ana Drev aus Slowenien und die Liechtensteinerin Tina Weirather auf die Plätze. "Das ist ein superschönes Gefühl", berichtete die derzeit mit Abstand beste deutsche Skirennfahrerin.

Andreas Sander raste beim Heim-Weltcup auf der Kandahar in Garmisch-Partenkirchen mit Rang acht zum besten Resultat seiner Karriere und haderte dennoch. "Ich bin schon zufrieden", sagte der Westfale. "Ich weiß nur, es wäre ein bisschen mehr möglich gewesen."

Gemeinsam mit Andrej Sporn aus Slowenien fehlten Sander am Samstag im Werdenfelser Land 0,69 Sekunden auf die Spitze. Die eroberte Aleksander Aamodt Kilde aus Norwegen mit Startnummer 30 und einer bärenstarken Fahrt, als alle Favoriten schon im Ziel und zum Teil auch hinter Sander gelandet waren. Bei seinem ersten Weltcup-Sieg verwies der 23-Jährige den Slowenen Bostjan Kline (+0,22 Sekunden) und den WM-Dritten Beat Feuz aus der Schweiz (+0,24) auf die Plätze.

Absagen am Sonntag


Am Sonntag dagegen ging sowohl in Garmisch als auch in Maribor nichts mehr. Der Heim-Weltcup von Felix Neureuther und Fritz Dopfer in Garmisch-Partenkirchen wurde erst gar nicht gestartet, der Slalom in Maribor nach der 25. Fahrerin abgebrochen: Das Wetter hat den alpinen Ski-Weltcup am Sonntag ein weiteres Mal in diesem Winter um Rennen gebracht. "Gegen die Natur kann man nichts machen", sagte FIS-Renndirektor Markus Waldner.
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