Verstorben
Chansonnier Michel Delpech wurde 69 Jahre alt

Michel Delpech starb kurz vor seinem 70. Geburtstag. Bild: dpa

Paris. Der französische Sänger Michel Delpech ist tot. Der 69-Jährige starb am Samstag an den Folgen einer Krebserkrankung, teilte am Samstag die Ehefrau des Sängers der französischen Nachrichtenagentur AFP mit. Ihr Mann habe drei Jahre lang gegen den Kehlkopfkrebs gekämpft, sagte Geneviève Delpech. Der Sänger starb im Krankenhaus Puteaux bei Paris, kurz vor seinem Geburtstag am 26. Januar.

Es gibt kaum Franzosen, die die populären Chansons von Delpech nicht kennen. Lieder wie "Pour un flirt", "Wight Is Wight" sowie "Les divorcés" erreichten in den 70er Jahren Spitzenpositionen der Charts in Frankreich. Seine etwa 200 Chansons gehören zum nationalen Kulturschatz.

Präsident François Hollande sagte über ihn auf Twitter, er sei gestorben, ohne altgeworden zu sein. "Seine Chansons haben uns berührt, weil sie von unserem Leben sprachen." Französische Rundfunk- und Fernsehsender änderten am Sonntag kurzfristig ihre Programme für Sondersendungen über den Künstler.

Paul Maar erzählt seine Bücher neu

Bamberg. (epd) Der bekannte Kinderbuchautor Paul Maar ("Sams") hat die mangelnde Lesefähigkeit und -begeisterung vieler Kinder in Deutschland beklagt. "Die Schere klafft immer weiter auseinander", sagte der 78-Jährige dem Evangelischen Pressedienst (epd). Es gebe pro Grundschulklasse heute vielleicht noch drei Kinder, zumeist Mädchen, die viel lesen. "Dann aber drei Bücher in drei Tagen - während der Rest der Klasse mit Büchern kaum etwas anfangen kann", sagte Maar.

Seine Enkelin Antonia habe ihm bewiesen, dass Kinder auch in dieser kurzen Zeit intensiv lesen können. "Ich habe ihr Testfragen gestellt, auch zu kleinen Details", erinnerte sich Maar: "Sie wusste alles." Die Kinder, die heute noch lesen würden, "lesen leidenschaftlich gerne und ungeheuer schnell". Sie hätten für sich wohl eine eigene Lesetechnik entwickelt, "die ich nicht beherrsche, aber sie lesen die Bücher wirklich". Leider seien diese Kinder in der Minderheit.

Diese Entwicklung schmerze ihn als Kinderbuchautor natürlich sehr: "Aber was soll ich machen?" Wenn den Kindern das Lesen Zuhause nicht mehr vorgelebt werde, dürfe man sich über solche Entwicklungen nicht wundern. Lesen brauche Vorbilder - durch Vorlesen und selbst Lesen. Zudem müsse man die Gegebenheiten akzeptieren und sich auch darauf einstellen, betonte Maar. Deshalb erzähle er jetzt seine Sams-Bücher als Erstleser-Geschichten nach. Die Sätze würden kürzer und einfacher, die Zeilenabstände größer "und es gibt farbige Bilder".
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