Was zu tun ist
Erste Hilfe

Keiner wünscht sich, in so eine Situation zu kommen – doch wenn plötzlich ein Mensch in einer notsituation auf unsere Hilfe angewiesen ist, gilt es schnell und richtig zu handeln. Einige wichtige Maßnahmen, die allerdings keinen Erste Hilfe Kurs ersetzen.

Bei aller Angst, etwas falsch zu machen – dies kann und muss jeder tun: die 112 wählen! Damit erreicht man automatisch die nächstgelegene Rettungsleitstelle. Bis professionelle Hilfe am Notfallort eintrifft, können wertvolle Minuten vergehen. Zeit, in der richtig gehandelt werden muss. Ist die verletzte Person ansprechbar, gilt es, dieser ein Gefühl von Sicherheit und Nähe zu vermitteln. Bei Bewusstlosigkeit: Kopf überstrecken und Atmung überprüfen. Wenn kein Luftstrom zu spüren ist oder sich der Brustkorb nicht nach oben und unten senkt, muss eine Wiederbelebung durchgeführt werden. Dabei die Ballen einer Hand auf die Mitte des Brustkorbs legen, Ballen der anderen darüber und Finger ineinander verschränken. Mit durchgestreckten Armen 100 bis 120 Mal pro Minute fünf bis sechs Zentimeter tief drücken. Nach jedem Druckstoß den Brustkorb vollständig entlasten, Hände aber nicht abheben. Nach je 30 Druckstößen zwei Atemspenden von Mund zu Mund oder Mund zu Nase geben.

Atmet der Bewusstlose normal, in die stabile Seitenlage versetzen. Der Helfer kniet sich seitlich neben den Betroffenen und dreht ihn auf den Rücken mit zunächst gestreckten Beinen. Als Erstes legt der Helfer den nahen Arm des Bewusstlosen angewinkelt nach oben, wobei die Handinnenfläche nach oben zeigt. Dann greift er die ferne Hand des Betroffenen am Handgelenk und legt den Handrücken an dessen Wange, sodass der Arm vor der Brust kreuzt. Die Hand muss der Helfer weiter festhalten. Mit seiner freien eigenen Hand greift er nun den fernen Oberschenkel und winkelt das Bein des Bewusstlosen an.

Anschließend dreht der Helfer den Betroffenen auf die Seite, indem er Hüfte und Schulter zu sich herüberzieht. Das nun oben liegende Bein bringt er in einen rechten Winkel zur Hüfte. Anschließend überstreckt der Helfende den Hals des Bewusstlosen. So bleiben die Atemwege frei. Dann öffnet er vorsichtig den Mund des Betroffenen. Die an der Wange liegende Hand sollte der Helfer so ausrichten, dass der Mund der tiefste Punkt des Körpers ist und Erbrochenes abfließen kann. Gleichzeitig stabilisiert diese Lagerung die Überstreckung des Kopfes: Die Atemwege bleiben frei. Der Helfer muss in dieser Lage die Atmung weiter regelmäßig kontrollieren.

Die genannten Verhaltensregeln ersetzen keinen Erste Hilfe Kurs! Nur eine Ausbildung bei qualifizierten Stellen sowie regelmäßige Kurswiederholungen stellen sicher, dass man im Notfall adäquat helfen kann.
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