Wirtschaft
Schengen-Ende kostet mehr als 100 Milliarden

Paris. Die dauerhafte Wiedereinführung von Grenzkontrollen in Europa würde die Wirtschaft nach Einschätzung französischer Experten langfristig mehr als 100 Milliarden Euro kosten. Dauerhafte Kontrollen würden unvermeidlich für Zeitverzögerungen sorgen und hätten daher einen negativen Effekt auf die Zahl der Grenzpendler sowie auf Touristen- und Warenströme, heißt es in einer am Mittwoch veröffentlichten Studie der regierungseigenen Denkfabrik France Stratégie. Nach ihren Berechnungen würde die Wirtschaftskraft im Schengen-Raum 2025 um knapp 0,8 Prozent niedriger liegen als bei weiter offenen Grenzen.

Das Schengener Abkommen legte den Grundstein für offene Grenzen zwischen den meisten europäischen Ländern. Wegen der Flüchtlingskrise haben mehrere Länder aber vorübergehend wieder Grenzkontrollen eingeführt - darunter auch Deutschland. Frankreich kontrolliert infolge der Terroranschläge vom 13. November punktuell an den Grenzen.
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