Würdigung für das Mitwirken an der Wiedervereinigung Deutschlands
Michail Gorbatschow erhält Regensburger Brückenpreis

Michail Gorbatschow. Bild: dpa
Der ehemalige sowjetische Staatspräsident Michail Gorbatschow wird mit dem Brückenpreis der Stadt Regensburg geehrt. Damit sollen seine Verdienste für das Zusammenwachsen der Völker in Mittel- und Osteuropa sowie sein Mitwirken an der Wiedervereinigung Deutschlands gewürdigt werden, wie die Stadt am Dienstag mitteilte.

Der mit 15.000 Euro dotierte Preis wird Gorbatschow demnach im März von Oberbürgermeister Joachim Wolbergs (SPD) in Moskau überreicht. Der 84-jährige Preisträger könne aus gesundheitlichen Gründen nicht nach Regensburg kommen. Die Verleihung soll in der Gorbatschow-Stiftung stattfinden.

Gorbatschow war von März 1990 bis Dezember 1991 Präsident der Sowjetunion. Mit seiner Politik von Glasnost (Offenheit in der Staatsführung) und Perestroika (Modernisierung des politischen Systems) läutete er den Zusammenbruch des ehemaligen kommunistischen Ostblocks ein. 1990 sicherte er einem vereinten Deutschland volle Souveränität und die freie Bündniszugehörigkeit zu. 1991 verkündete er das Ende des Warschauer Paktes.

Mit dem Brückenpreis zeichnet die Stadt Regensburg seit 1995 Persönlichkeiten und Institutionen mit überregionaler Bedeutung aus, die sich im besonderen Maße dafür eingesetzt haben, Grenzen oder Gegensätze politischer, nationaler, wissenschaftlicher, sozialer, kultureller oder religiöser Art zu überbrücken.

Zu den bisherigen Preisträgern gehören der frühere polnische Außenminister Wladyslaw Bartoszewski (1995), der ehemalige Bremer Regierende Bürgermeister Hans Koschnik (2004), der frühere tschechische Präsident Václav Havel (2006) sowie das Politiker-Brüderpaar Bernhard und Hans-Jochen Vogel (2010). Der Regensburger Stadtrat hatte den Preis zum Jubiläum «750 Jahre Stadtfreiheit» gestiftet.
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