Zusätzlicher Wohnraum durch Dachgeschossausbau
Dachsanierung beim Altbau

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(Quelle: Dach.de)

Unsanierte Altbauten verbrauchen deutlich mehr Energie als nach heutigem Standard gebaute Häuser. So liegt ein entscheidendes Hauptaugenmerk zu hoher Energiekosten im Altbau häufig bei einer nicht mehr zeitgemäßen Dachdämmung des Altbaudaches. Oftmals entspricht diese nicht mehr der aktuellen gesetzlichen Vorschrift und muss dementsprechend verbessert werden. Die größten Energiefresser sind dort die Außenwände und das mangelhaft gedämmte Dach mit veralteten Dachfenstern, welche für ca. 40 bis 50 Prozent der Energieverluste verantwortlich sind. Nahezu 25 Prozent der Energie gehen über das Dach bzw. die oberste Geschossdecke ins Freie. Wer also dauerhaft sparen möchte, sollte daher hauptsächlich in Dachdämmung, neue Fenster und Dachfenster, und Fassadendämmung investieren.


Da man in alten Häusern aufgrund der ursprünglichen Bausubstanz oft eine sehr schlechte Wärmedämmung hat, in Altbauten des frühen 20. Jahrhunderts meist sogar noch gar keine Dachdämmung vorhanden ist, entstehen dort in der Regel extrem hohe Heizkosten. Beim Ausbau eines Altbaudaches sollte daher die Dachdämmung oberste Priorität haben. Doch nicht jedes Dämmmaterial ist für jeden Altbau auch das Richtige. Die Dachdämmung muss vor allem zur Bausubstanz passen.

Schrittweise Sanierung


Auch Zeit spielt, je nach geografischer Lage und Wettersituation, oft eine entscheidende Rolle bei der erfolgreichen Sanierung. Da die Dachdämmung im Altbau nicht selten einige Wochen dauern kann, sollte man eine schrittweise Sanierung bevorzugen. Bei dieser wird immer nur ein Teil des Dachs abgedeckt und bearbeitet, so dass es bei Regen- oder Schneefällen nicht zu Schäden kommen kann. Denn feuchte Dämmstoffe können zu Wärmeverlusten und eingeschlossene Feuchtigkeit wiederum zu erheblichen Bauschäden führen.

Mineral- oder Steinwolle


Die einfachste und kostengünstigste Maßnahme ist die Zwischensparrendämmung. Bei dieser Art der Dachdämmung muss das Dach nicht abgedeckt werden. Die Dämmung erfolgt mit Mineral- oder Steinwolle. Der Nachteil ist, dass der Dämmstoff zwischen den Sparren angebracht wird. Die Dachbalken unterbrechen hierbei also die Dämmschicht und ermöglichen so als Wärmebrücken den Wärmeaus- bzw. Kälteeintritt. Durch die Kombination von Zwischensparrendämmung und Untersparrendämmung können bei einer nachträglichen Dämmung Wärmebrücken reduziert werden und der Dämmwert der Konstruktion verbessert werden. Allerdings sind hier bestimmte Vorgaben aus der Bauphysik zu beachten.

Die beste Lösung jedoch bietet wohl die sogenannte Aufsparrendämmung, welche oberhalb der Dachsparren angebracht wird. Dort bildet sie eine vollflächige Dämmebene ohne Wärmebrückenverluste.

Gemütlicher Wohnraum


Wird im Rahmen der Dachsanierung ein Dachausbau zu einem zusätzlichen Wohnraum durchgeführt, können durch den Einbau einer fachgerechten Innendämmung auch Giebelwände von innen gedämmt werden. Hier empfehlen sich innovative Materialien, mit denen schnell und effizient eine deutliche Verbesserung der Dämmleistung erzielt werden kann. Der Dachausbau lohnt fast immer, da ein ehemaliger Speicher zu einem weiteren gemütlichen Wohnraum werden kann und damit auch den Wert des Hauses steigert.

Die Sanierung eines Daches erfordert immer einen finanziellen Aufwand. Ist sie aber im Zuge einer vorgeschriebenen energetischen Sanierung Pflicht, muss genau kalkuliert und geplant werden, um nicht zu einer überdimensionalen Belastung zu werden. Die Wahl der Dämmtechnik als auch die Maßnahmen, die zur Sanierung getroffen werden, sind natürlich davon abhängig, wie viel für den Hausbesitzer finanzierbar ist. Sinnvolle Abhilfe bringen unterschiedliche, auch staatliche Programme zur Förderung einer Dachsanierung. Besonders Sanierungsmaßnahmen zur Verbesserung der Energieeffizienz werden hier seitens der Bundesregierung bezuschusst.

Beratung vom Profi


Generell gilt: Professionelle Beratung und Unterstützung bei der Planung und Durchführung helfen die Besonderheiten alter Gebäudekonstruktionen zu erkennen und Lösungen mit Erfahrung und Sachverstand anzubieten, die der Dachsanierung im Altbau energetisch optimal gerecht werden. Idealerweise wird auch ein Energieberater hinzugezogen, der wichtige Hilfestellung im Bereich der staatlichen Förderungsprogramme leisten kann und sich spezifisch mit der Dachdämmung und Fenstersanierung im Altbau auseinandersetzt. Ob und in welchem Umfang man dann seinen Altbau und dessen Dachdämmung in Angriff nimmt, sollte je nach Ansprüchen und finanziell zur Verfügung stehenden Mitteln abgewogen werden. Um im Voraus zusätzlich zu Überprüfen ob verwendete Dachfenster noch in einem annehmlichen Zustand sind, kann man diese durch einen Fenstercheck-Service prüfen lassen.
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