Zweitgrößter deutscher Energiekonzern
RWE vor Stellenabbau in Großbritannien

Essen/London. Der zweitgrößte deutsche Energiekonzern, RWE, will nach offiziell unbestätigten Berichten etwa 2500 Jobs bei seiner britischen Tochter Npower abbauen. Eine Sprecherin des Konzerns wollte sich dazu am Montag nicht äußern. Aus Unternehmenskreisen wurde die Meldung bestätigt.

2015 hatte Npower wegen Probleme mit Abrechnungssystemen zum Teil keine Rechnungen erstellen können. Mehrere hunderttausend Kunden verließen daraufhin den Versorger. Ende August 2015 hatte RWE deshalb das Spitzenmanagement ausgetauscht. Im November wies das Unternehmen für die ersten drei Quartale in Großbritannien ein betriebliches Minus von 66 Millionen Euro aus. Britische Gewerkschafter kritisierten die bevorstehenden Kürzungen scharf. "Npower hat schon eine Weile Probleme wegen Fehlentscheidungen an der Spitze", sagte Unison-Generalsekretär Dave Prentis, "und jetzt zahlen Arbeiter den Preis." Npower (rund fünf Millionen Kunden) beschäftigt laut Homepage um die 10 000 eigene sowie externe Mitarbeiter.

Der Versorger, der sich derzeit aufspaltet, ist schwer angeschlagen. Nach einem Netto-Verlust von 200 Millionen Euro im vergangenen Jahr hatte der Vorstand angekündigt, den Großteil der Dividende zu streichen. Zudem wurde angekündigt, das laufende Sparprogramm noch einmal zu verschärfen. Für 2016 wird mit weiteren Ergebnisrückgängen gerechnet.
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