1600 Tonnen Sauerstoff

Zum einem Leserbrief über den geplanten Windpark Pamsendorf schreibt ein Leser:

Nicole Merbald fragt nach der Umweltbilanz von rund 26 000 Quadratmetern Wald über einen Zeitraum von 20 Jahren. Genau diese Fläche soll für den Bau von Windrädern bei Gleiritsch/Pamsendorf geopfert werden. Der Wald hätte in 20 Jahren 560 Tonnen des schädlichen Treibhausgases Kohlendioxid (CO2) gebunden und im Gegenzug rund 1600 Tonnen Sauerstoff produziert. Zum Wohle der Anwohner wären ca. 2600 Tonnen Feinstaub und Ruß durch die Baumkronen gebunden worden. Der wertvolle Wald hätte kostenfrei 5,2 Millionen Kubikmeter Wasser gereinigt und es als sauberes Trinkwasser der Bevölkerung zur Verfügung gestellt. Leider wird auf dieser Fläche in den kommenden 20 Jahren Zappelstrom erzeugt werden.

Das bedeutet, dass nur Strom erzeugt werden wird, wenn der Wind weht, und nicht wenn Strom benötigt wird. Neben den erwähnten fehlenden Umweltleistungen werden die Bewohner rund um Gleiritsch sich mit Schlagschatten, Infraschall, dem dumpfen Dröhnen der Rotoren und mit einer Schädigung des schönen Landschaftsbildes abfinden müssen. Profitieren werden nur die Planer und Betreiber der Anlagen.

Johannes Bradtka,92681 Erbendorf
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