200 Millionen Euro für Fernzüge

Mit den geplanten Maßnahmen, unter anderem eine verbesserte Wartung der Bistros und kostenlose WLAN-Verbindungen, soll das Reisen auf Fernstrecken mit der Bahn künftig komfortabler werden. Bild: dpa

Bahnchef Grube räumt ein, dass es in den Zügen beim Komfort noch etwas zu tun gibt. Deshalb hat er noch einige Millionen locker gemacht, um auf Fernstrecken Bahnfahren angenehmer zu machen.

Die Deutsche Bahn will in den nächsten drei Jahren 200 Millionen Euro zusätzlich in den Fernverkehr investieren. Das habe der Konzernvorstand entschieden, sagte ein Sprecher am Mittwoch. Der Komfort in den Zügen und die Pünktlichkeit sollen so verbessert werden.

Bistros und Toiletten

Vorstandschef Rüdiger Grube sagte, die Bahn werde mit dem Geld "alle möglichen Themen" angehen, zum Beispiel die Funktionsfähigkeit der Toiletten oder Probleme mit den Bord-Bistros. Bislang reichten für die Bordküche manchmal die Wartungszeiten nicht aus, so dass defekte Geräte nicht sofort repariert würden.

"Gerade mit unseren Bistros können wir im Vergleich zu anderen Verkehrsträgern punkten. Wo sonst kann man während der Fahrt essen gehen?", merkte der Bahnchef an. Auch die Digitalisierung biete große Chancen, Bahnfahren bequemer zu machen. Zum Beispiel erführen die Bahnkunden "leider oft erst in letzter Sekunde, dass ein Zug in umgekehrter Wagenreihung einfährt. Da werden wir bald früher informieren".

Die Bahn arbeite auch daran, "die Pünktlichkeit von Zügen besser vorhersehbar zu machen. All das ist mit einer vernetzten Kommunikation künftig möglich".

Grube bekräftigte, dass in ICE-Fernzügen 2016 kostenlos ein drahtloser Internet-Zugang (WLAN) verfügbar sein soll. Die Bahn hatte das bereits im September angekündigt.
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