"2700 Opelaner haben nichts"

Drei Tage nachdem im Bochumer Opelwerk das letzte Auto vom Band gerollt ist, haben sich am Montag die Mitarbeiter zu ihrer letzten Belegschaftsversammlung getroffen. Die turnusmäßige Veranstaltung fand hinter verschlossenen Türen auf dem Werksgelände statt. Bild: dpa
Nach dem Ende der Serienfertigung im Bochumer Opel-Werk stehen fast 3000 Mitarbeiter vor einem schwierigen Neuanfang. Etwa 300 der Beschäftigten könnten im Opel-Ersatzteillager unterkommen, "aber 2700 haben nichts", sagte Opel-Betriebsratschef Rainer Einenkel am Montag nach der letzten Betriebsversammlung im Werk. In der Region werde überall mehr ab- als aufgebaut. "Wenn's keine Arbeit gibt, kann die Transfergesellschaft auch nicht vermitteln."

Der Autobauer schließt das Werk aus Kapazitätsgründen zum Jahresende. Opel dürfe nicht aus der Verantwortung entlassen werden, neue Arbeitsplätze in Bochum zu schaffen. Niedriglohnjobs und befristete Stellen weit weg nützten wenig. Viele Opelaner seien fest in der Region verwurzelt. "Wir werden sehen müssen, dass die Arbeit hierher kommt." Opel ist an der Entwicklungsgesellschaft für den Standort mit 49 Prozent beteiligt. Der Autobauer gibt außerdem insgesamt rund 17,5 Millionen Euro für die Gesellschaft.
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