2,8 Millionen Info-Blätter

Der "neue Zwanziger" kommt ab dem 25. November in Umlauf. Die Europäische Zentralbank macht derweil den Handel mit Unmengen an Informationsmaterial mit den Scheinen der nächsten Generation vertraut. Bild: dpa

Vom kommenden Monat an haben die Europäer eine neue Version des 20-Euro-Scheins im Geldbeutel. Damit sie mit der Note auch an Fahrkarten- oder Parkautomaten problemlos bezahlen können, verteilt die EZB Infomaterial an Handel und Unternehmen.

Gut einen Monat vor der Einführung des neuen 20-Euro-Scheins bereitet die Europäische Zentralbank (EZB) die Wirtschaft mit Hochdruck auf die Banknote vor. Ab sofort versenden die Notenbanken Faltblätter an mehr als 2,8 Millionen Geschäfte und Unternehmen im gesamten Euro-Raum, teilte die EZB am Dienstag mit.

Am häufigsten gefälscht

Damit solle sichergestellt werden, dass Menschen, die mit Bargeld arbeiten, mit dem Erscheinungsbild und den Sicherheitsmerkmalen der Banknote vertraut sind - und dass sie dies an ihre Kunden weitergeben können. Der neue Zwanziger - im ersten Halbjahr 2015 weltweit der mit Abstand am häufigsten gefälschte Euro-Schein - wird vom 25. November an unters Volk gebracht. Bis dahin sollen nach früheren EZB-Angaben 4,3 Milliarden Banknoten der sogenannten "Europa-Serie" gedruckt werden.

Die Faltblätter informieren auch über die notwendigen Schritte zur Umrüstung von Automaten. "Die Unternehmen sollten sicherstellen, dass ihre Banknotenbearbeitungs- und Echtheitsprüfungsgeräte die neue 20-Euro-Banknote akzeptieren", so die EZB. Bei der Einführung des neuen Fünfers erkannten einige Fahrkarten- und Parkautomaten die Scheine nicht. Die bisherigen Euro-Noten bleiben gültig und werden nach und nach aus dem Verkehr gezogen.

Standards für Sicherheit

Die zweite Generation von Euro-Scheinen soll sicherer und haltbarer sein. Mit besseren Sicherheitsmerkmalen wollen es die Währungshüter Kriminellen schwerer machen, Banknoten zu fälschen. "Wir reagieren nicht, wir setzen Standards", hatte Bundesbank-Vorstand Carl-Ludwig Thiele im März betont.

Das gelte auch für das transparente Fenster auf der Banknote: Beim Kippen sind dort auf der Rückseite regenbogenfarbene Wertzahlen zu erkennen. Hält man den Schein gegen das Licht, erscheint auf beiden Seiten das Porträt der mythologischen Gestalt Europa. Laut Thiele ist der neue Zwanziger "ein Meilenstein in der Banknoten-Technologie".
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