33 Kündigungen
Ende für letzten Blaupunkt-Rest in Hildesheim

Das "Autosuper AS 5" von Blaupunkt war das erste europäische Autoradio. Das Gerät wurde auf der Funkausstellung in Berlin vorgestellt. Nun wird die Keimzelle des einstigen Autoradio-Imperiums in Hildesheim endgültig abgewickelt. Archivbild: dpa

Hildesheim. Die Keimzelle des einstigen Autoradio-Imperiums Blaupunkt in Hildesheim wird abgewickelt. Die letzten 33 Mitarbeiter einer am Standort verbliebenen Sparte erhalten ihre Kündigungen. Das teilte Insolvenzverwalter Rainer Eckert am Montag mit. Der Erhalt der Jobs sei gescheitert. Stattdessen gehe die Lizenz für das Blaupunkt-Einzelhandelsgeschäft in Europa an einen Investor, der nur noch den Lagerbestand übernehme, aber weder Mitarbeiter noch Standort.

Das Unternehmen hatte über sechs Jahrzehnte zu Bosch gehört. 2008 kam es zum Verkauf an einen Investor. 2015 folgten Insolvenzen und der Versuch, die Unternehmensreste in Teilen zu sanieren. Der Auslöser für die Trennung von Bosch vor gut sieben Jahren hing auch mit dem digitalen Wandel im Auto zusammen. Erstausrüster-Radios für das direkte Geschäft mit den Autoherstellern entwickelten sich immer mehr zu komplexen Systemen. Sie sind mit anderen Elektroteilen vernetzt und haben nur noch wenig gemeinsam mit dem klassischen Autoradio, die abgeschlossene Systeme im genormten Schacht waren.
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