Ab 19. Juni Rechtsanspruch auf das "Jedermann-Konto"
Banken sehen sich gerüstet

Bild: dpa
Berlin. Banken dürfen künftig niemanden mehr abweisen, der ein einfaches Girokonto eröffnen will. Kreditinstitute müssen vom 19. Juni an auch Obdachlose und Asylbewerber als Kunden akzeptieren und können die Eröffnung eines Basiskontos nur unter sehr engen Vorgaben ablehnen. Die Kreditwirtschaft sieht sich gerüstet: "Das Gesetz gilt, die Banken werden es befolgen", hieß es beim Bankenverband.

Die Sparkassen betonen, für sie ändere sich zum Stichtag im Alltag relativ wenig, denn die Regeln entsprächen "weitgehend" ihrer Selbstverpflichtung aus dem Jahr 2012. Mit dem neuen Gesetz wird eine EU-Richtlinie umgesetzt. Es werden alle Banken verpflichtet, Menschen ohne festen Wohnsitz auf Wunsch ein Basiskonto auf "Guthabenbasis" einzurichten. Einzige Voraussetzung für die Einrichtung des Kontos ist, dass sich die Bürger legal in der EU aufhalten. Der Konto-Inhaber erhält eine Bankkarte und darf Geld überweisen. Er kann aber nicht sein Konto überziehen. Auch zwingt das Gesetz Banken, künftig ihre Kontogebühren so zu veröffentlichen, dass auch Verbraucher ohne besondere Fachkenntnisse die Angebote problemlos vergleichen können. Zudem soll Kunden der Wechsel der Bank erleichtert werden.
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