Abfindungen belasten Gewinn von SAP

Das Abfindungsprogramm wird für den Softwarekonzern SAP teurer als gedacht. In einem Schreiben an seine Mitarbeiter jubelte SAP-Chef Bill McDermott am Dienstag: "Das Restrukturierungsprogramm entwickelt sich schneller als ursprünglich erwartet." Damit kostet es auch mehr. Statt ursprünglich 250 Millionen Euro plant SAP nun für das Gesamtjahr mit bis zu 530 Millionen Euro. Da SAP künftig mehr Software zur Miete anbieten will und ältere Programme überflüssig werden, sollen rund 2000 der 74 000 Beschäftigten auf eine neue Stelle wechseln oder mit einer Abfindung zum Gehen bewegt werden. "Wahrscheinlich werden am Ende sogar vier Prozent der Mitarbeiter weltweit an dem Programm teilgenommen haben", sagte Finanzchef Luka Mucic.

Im zweiten Quartal ging der Gewinn nach Steuern wegen der Abfindungen um 16 Prozent auf 469 Millionen Euro zurück. Dazu schmälert die Umstellung auf das Abo-Modell die Margen. Weil die Erlöse über mehrere Quartale und nicht mehr in einer hohen Einmalzahlung für Lizenzen fließen, drückt das in der Umstellungsphase auf den Gewinn. Die Umsätze stiegen - um Währungseffekte bereinigt - um acht Prozent auf 4,97 Milliarden Euro.
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