Abgas-Rückruf bei Volkswagen
15 000 Diesel-Golf dürfen ab Dienstag in die Werkstätten

Ein Werksmitarbeiter befestigt das VW-Logo am Kühlergrill eines Golf VII. Ab heute können die Dieselmodelle zurück in die Werkstatt. Bild: dpa

Wolfsburg. Nach wochenlangen Verzögerungen beim größten Rückruf in der VW-Geschichte dürfen zumindest 15 000 Besitzer eines manipulierten Diesel-Golfs in ganz Europa nun auf eine Lösung hoffen. Heute sollen die Eigentümer des Golf TDI Blue Motion mit 2,0 Liter-Motor und Schaltgetriebe per Post aus Wolfsburg über den Rückruf-Start informiert werden. Zeitgleich soll den Werkstätten die nötige Software zur Verfügung gestellt werden. "Grundsätzlich sind sie dann in der Lage, die Aktion bei den Modellen durchzuführen", sagte ein VW-Sprecher am Montag in Hannover. Das Aufspielen soll rund 30 Minuten dauern.

Mit dem Golf wird damit ein Modell im Diesel-Rückruf vorgezogen, weil die bisherige Planung wegen technischer Probleme seit Wochen überfällig ist. Ursprünglich sollten rund 160 000 Passat-Modelle bereits Ende Februar zurückgerufen werden. Das Kraftfahrt-Bundesamt verweigert bislang aber die Freigabe. Offizielle Begründungen gibt es keine, jedoch soll es Probleme mit den Verbrauchswerten geben. Als Reaktion auf die Manipulationen von mehr als 11 Millionen Fahrzeugen weltweit, davon rund 2,5 Millionen in Deutschland, hatte Volkswagen im Januar mit dem Rückruf des Pick-up Modells Amarok begonnen. Von den rund 8500 Fahrzeugen konnten bis Anfang Mai laut VW-Nutzfahrzeuge rund 6300 umgerüstet werden. Auch Audi und Seat durften zwischenzeitlich einige Autos zurückrufen.
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