Abgas-Schummelei
Gericht lehnt Audi-Rückgabe ab

Darf ein Audi-Käufer seinen Wagen wegen der Abgas-Schummel-Software zurückgeben? Nein, sagt das Düsseldorfer Landgericht. Es sei sogar fraglich, ob es sich um einen Mangel handele. Bild: dpa

Düsseldorf. Ein Autohaus, das einen Audi mit Abgas-Schummel-Software verkauft hat, muss den Kaufpreis nicht erstatten. Das hat das Düsseldorfer Landgericht am Dienstag entschieden und damit die Klage eines Autokäufers abgewiesen. Er wollte den Kauf seines Audi A 4 Turbodiesel wegen des Abgas-Skandals rückgängig machen und den Wagen zurückgeben.

Der Käufer hätte dem Autohaus eine Frist zur Nachbesserung setzen müssen, begründete das Gericht sein Urteil. Dabei habe das Autohaus die Nachbesserung sogar angeboten. Dass eine flächendeckende Rückrufaktion Zeit benötige, sei hinzunehmen, so das Gericht. Offen ließ es, ob das Auto durch die Manipulations-Software einen Mangel aufweist. In der mündlichen Verhandlung hatte der Richter den Kläger darauf hingewiesen, dass er den Wagen uneingeschränkt nutzen könne. Der Käufer könne sich auch nicht darauf berufen, arglistig getäuscht worden zu sein. Das Autohaus habe beim Verkauf des Wagens 2012 nichts von der Manipulations-Software gewusst. Als selbstständiger Audi-Vertragshändler müsse er sich das Wissen des Autobauers nicht zurechnen lassen. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.
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