Abgas-Skandal:
Bosch stärker unter Druck

San Francisco. Der Zulieferer Bosch gerät wegen seiner Rolle im Abgas-Skandal des VW-Konzerns zunehmend unter Druck. Im US-Massenverfahren, in dem Bosch von Beginn an Mitbeklagter war, erheben die Klägeranwälte nun noch stärkere Vorwürfe gegen das Unternehmen. Das geht aus erweiterten Klageschriften hervor, die am Dienstag beim zuständigen Gericht in San Francisco eingereicht wurden. In den Dokumenten, die Zivilklagen Hunderter geschädigter Dieselbesitzer und Autoverkäufer bündeln, wird Bosch eine "Schlüsselrolle" bei den Abgas-Manipulationen von VW unterstellt. Der Zulieferer steht im Verdacht, den Autobauer mit der Software versorgt zu haben, mit der die Werte zum Schadstoffausstoß gefälscht wurden.

VW hat den Betrug eingeräumt und sich mit den US-Klägern auf einen bis zu 15,3 Milliarden Dollar teuren Vergleich geeinigt. Bosch hat sich an diesem Kompromiss nicht beteiligt. Am Donnerstag sagte ein Bosch-Sprecher: "Zu laufenden Verfahren äußern wir uns grundsätzlich nicht." Beim Vorwurf der Abgas-Manipulation verweist der Zulieferer dabei auf die noch laufenden internen Ermittlungen sowie Untersuchungen der Behörden in Deutschland und in den Vereinigten Staaten.
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