Abschalteinrichtung an Bord?
Opel wehrt sich gegen neue Vorwürfe

Berlin/Rüsselsheim. Der Autohersteller Opel wehrt sich gegen neuerliche Manipulationsvorwürfe bei der Diesel-Abgasreinigung. Man habe keine Software eingesetzt, die feststellt, ob ein Auto einem Abgastest unterzogen wird, bekräftigte das Unternehmen am Donnerstag in Rüsselsheim ein bereits mehrfach wiederholtes Statement. Zu weitergehenden Vorwürfen der Deutschen Umwelthilfe (DUH) und entsprechenden Berichten des ARD-Magazins "Monitor" und des "Spiegel" blieb Opel zurückhaltend. So könnten die Ergebnisse nicht bewertet werden, weil Methoden und Protokolle der Testaktivitäten nicht zur Verfügung gestellt worden seien, teilte Opel mit. Aufgrund eigener und unabhängiger Messungen glaube man nicht, dass die Werte objektiv und wissenschaftlich fundiert seien.

DUH und Medien haben nach eigenen Angaben in einem Zafira bislang unbekannte Abschalteinrichtungen ausgemacht. Eine Software soll demnach die Reinigung der Abgase bei hohen Drehzahlen oder einem Tempo oberhalb von 145 Kilometern pro Stunde abschalten. Auch bei niedrigem Luftdruck - also in Höhenlagen - schalte sich die Abgasreinigung aus. Abgasreinigungssysteme seien hochkomplexe Systeme, die sich nicht in einzelne Parameter zerlegen ließen, erklärte Opel.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.