Accessoires wie Ketten fallen in dieser Saison weniger dezent aus - Bei Taschen sind wieder die ...
"Spektakulär und ziemlich auffällig"

Bei Armreifen ist im Gegensatz zu den vergangenen beiden Jahren weniger Strass und Bling-Bling zu sehen, dafür ist der Metall-Look Trend. Bild: Sisley
Es sind die kleinen Dinge, die einen Look unverwechselbar machen. Accessoires sind daher keineswegs nebensächlich. "In der kommenden Saison allerdings sollte man den Begriff "klein" nicht zu wörtlich nehmen", findet die Styling-Expertin Inka Müller-Winkelmann aus Schildow (Brandenburg). "Denn die aktuellen Accessoires fallen ziemlich spektakulär und auffällig aus."

Ein echter Blickfang sind die großen Panzerketten, die zu den tiefen Dekolletés passen, die Designer modebewussten Frauen verordnen. Da viele dieser Ketten recht kurz sind, sollte man sich genau anschauen, wie ein solches Stück um den Hals wirkt - "bevor jeder denkt, man trage ein Hundehalsband", betont Müller-Winkelmann.

Mit fließenden Geweben

"Das Revival der Panzerketten verlangt einen besonders strengen Blick auf die Stoffe", ergänzt die Stilberaterin Katharina Starlay aus Wiesbaden. "Stylish wirken sie in Kombination mit fließenden, soften Geweben, zu denen sie einen spannenden Kontrast bilden. Zu Grobstrick oder einem derben Denim sehe ich sie nicht." Dabei spielt eine große Rolle, wie fein- oder grobgliedrig die Kette ist und welche Farbe sie hat. Modelle aus Silber oder Stahl wirken punkig, insbesondere mit großen Gliedern, erklärt Starlay. Goldfarbene dicke Ketten seien opulent, in Bronze oder Rotgold sehe der Schmuck edel aus.

Nicht weniger extravagant sind die Armreifen und Ringe. Hierbei ist im Gegensatz zu den vergangenen beiden Jahren weniger Strass und Bling-Bling aller Art zu sehen, dafür aber Metall satt. Das gilt auch für die neuen Ohrringe des Sommers: Sie sind groß und oft auffällig mit Perlen geschmückt, aus Silber oder Gold, manchmal aus Holz.

Immer wieder spannend ist der Blick auf die neuen Handtaschen. Immerhin gehören sie zu den Accessoires, auf die fast keine Frau verzichten möchte. "Bei diesem Thema wird viel auf Klassiker gesetzt", sagt Inka Müller-Winkelmann. "Die bewährten Shopper bleiben ebenso im Trend wie Clutches oder Beutel, auch mit Fransen." Getragen werden die Taschen in der kommenden Saison an langen Riemen oder, ganz elegant, an Griffen. Neben diesen klassischen Formen werden aber auch neue Ideen probiert: So sah man auf den internationalen Laufstegen vielfach runde Taschen.

"Eine große Rolle bei Accessoires für den Frühling und Sommer spielen auch Sonnenbrillen, die längst mehr sind als nur Lichtschutz", sagt Ingo Rütten vom Zentralverband der Augenoptiker in Düsseldorf. "In der kommenden Saison sind diese oft besonders farbenfroh und kontrastreich. So sieht man beispielsweise oft dunkle, fast schwarze Gläser zu Fassungen in Pink, Orange oder leuchtendem Grün." Darüber hinaus sind die Brillen größer.

Neben klassischen Formen im Piloten- oder Katzenaugen-Stil sind runde Varianten wieder im Kommen. "Sonnenbrillen mit verspiegelten Gläsern werden im Sommer ebenfalls ein Thema", erklärt der Optikermeister. "Die hat es einige Jahre gar nicht mehr gegeben, jetzt kehren sie zurück."

Sonnenbrillen und Gürtel

Wie immer sollte man sich beim Kauf nicht nur vom Trend leiten lassen, sondern vor allem von der eigenen Gesichtsform. Starlay gibt ein Beispiel: "Die ovale Form einer Pilotenbrille wirkt besonders harmonisch an ovalen oder tropfenförmigen Gesichtern mit einer gut geschwungenen Kontur." An runden Gesichtern wirke diese Brillenfassung meist nicht so gut, da die Form der Gläser die Gesichtsform zu stark aufnimmt.

Dem Trend zu weiblichen Formen, der die Mode in Form von Wickelkleidern oder Kaftanen prägt, tragen auch die Gürtel Rechnung. Sie formen eine schmale Taille. "Sie sind oft echte Hingucker aus metallicfarbenem Leder und mit Strass oder Nieten besetzt", verrät Müller-Winkelmann. Einige der Modelle erinnern an die sogenannten Obi-Gürtel, die in Japan traditionell zum Kimono getragen werden. Bei solch auffallenden Stücken kommt es auf die Figur an: "Frauen mit X- oder Y-Form stehen diese Varianten besonders gut", sagt die Stilberaterin.
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