Airbus bei Neubestellungen vor Boeing - Bei Auftragswert und Produktion aber hinter US-Konzern
Kopf-an-Kopf-Rennen geht weiter

Die Flugzeugbauer Airbus und Boeing müssen sich die Lorbeeren für 2014 teilen. Der europäische Flugzeughersteller hängte den US-Rivalen zwar bei den Neubestellungen ab: Airbus verkaufte mit 1456 Flugzeugen 24 Maschinen mehr als Boeing. Beim Auftragswert und den Produktionszahlen blieb Airbus jedoch hinter den Amerikanern zurück. Für 2015 stellte Airbus-Chef Fabrice Brégier keine großen Sprünge in Aussicht. Im vergangenen Jahr summierten sich die Neuaufträge laut Preisliste auf 175 Milliarden Dollar. Boeing kam wegen des höheren Anteils teurerer Großraumjets auf 233 Milliarden Dollar, wie der US-Hersteller in Seattle mitteilte. Stornierungen sind bei allen Auftragszahlen bereits herausgerechnet. Boeing lieferte mit 723 Flugzeugen knapp 100 Maschinen mehr aus als Airbus. Die Europäer steigerten ihre Produktion um drei Maschinen auf die neue Rekordhöhe von 629 Flugzeugen. Wegen der hohen Zahl der Neubestellungen schwollen die Auftragsbücher der beiden Flugzeugbauer kräftig an. Angesichts der Auftragsflut hob Airbus die Listenpreise im Schnitt um 3,27 Prozent an. Allerdings sind in der Branche hohe Rabatte üblich. Trotz des Ölpreis-Einbruchs fürchtet Airbus-Verkaufschef John Leahy nicht um neue Aufträge für sparsamere Flugzeugmodelle. "Die Fluggesellschaften verdienen wegen des niedrigen Ölpreises mehr Geld. Daher tendieren sie dazu, mehr neue Flugzeuge zu kaufen", sagte er. Treibstoff ist für Fluggesellschaften in der Regel der größte Kostenblock. Weil unsicher sei, wo der Ölpreis in einigen Jahren stehe, müssten Fluggesellschaften auch weiter in spritsparende Flieger investieren, ergänzte Brégier.
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