Am Mindestlohn die Zähne ausgebissen

(dpa) Einer der größten Hersteller von Nussknacker-Figuren in Deutschland hat wegen gestiegener Kosten durch den Mindestlohn beim Amtsgericht Gifhorn Insolvenz angemeldet. Steinbach aus Hohenhameln (Niedersachsen) - bisher spezialisiert vor allem auf Exporte in die Vereinigten Staaten - habe zuletzt um 27 Prozent gestiegene Personalkosten schultern müssen, zitierte die "Hildesheimer Allgemeine Zeitung" Geschäftsführerin Karla Steinbach. Betroffen sind dem Bericht zufolge rund 120 Mitarbeiter in Hohenhameln sowie im sächsischen Marienberg im Erzgebirge.

Für den Familienbetrieb sei der Mindestlohn zu schnell eingeführt worden, sagte Steinbach. Vorher hätten die meisten Mitarbeiter zwischen 5,50 und 6,50 Euro pro Stunde bekommen. Das Unternehmen habe versucht, mehr Zeit für die Einführung der Lohnuntergrenze oder alternativ Zuschüsse für eine Übergangszeit zu bekommen. Damit habe man aber keinen Erfolg gehabt. Steinbach stellt in Handarbeit Holzspielzeug und Nussknacker-Figuren her.
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