Am Mittwoch beginnt die Auslieferung des PC-Betriebssystems Windows 10 - Neues Start-Menü, ...
Große Pläne für Microsofts Dauerbrenner

Microsoft liefert das neue Betriebssystem Windows 10 für PCs und mobile Geräte wie Smartphones und Tablets aus. Archivbild: dpa
Die Latte für Windows 10 liegt hoch: Nach einem Flop mit dem Vorgängersystem Windows 8 übersprang Microsoft einfach die Nachfolgenummer 9, um mit einer runden Zahl neu durchzustarten. Windows 10 soll nach dem Willen von Microsoft-Chef Satya Nadella in zwei bis drei Jahren auf einer Milliarde Geräte laufen. Bisher nutzen laut Microsoft rund 1,5 Milliarden Nutzer weltweit Windows-Systeme - quer über alle Versionen. Am 29. Juli beginnt mit der Auslieferung der Desktop-Version des Betriebssystems die neue Windows-Ära.

Beim Neustart von Windows hat Nadella nicht nur traditionelle Personal Computer im Blick: Das neue System soll auf allen Plattformen vom Smartphone bis zu größeren Servern unter der Haube stecken. Ein Jahr lang soll das Upgrade auf das neue System für private Anwender kostenlos zur Verfügung stehen. Das Interesse an Windows 10 soll entsprechend groß sein.

Windows 10 wird es im wesentlichen in vier Versionen geben, in der "Home", "Pro", "Enterprise" und "Education"-Ausgabe. Nutzer der "Home"-Edition sollen künftig Updates ohne eigenes Zutun automatisch erhalten. Bei den anderen Versionen können sie die Aktualisierungen zum Teil auf später verschieben. Vor allem Unternehmen will Microsoft jedoch Flexibilität einräumen. Sie sollen selbst darüber entscheiden können, wann und auf welchen PCs die Software aktualisiert wird.

Schwindene PC-Absätze

Aufseiten der Unternehmenskunden, die traditionell eher mit zeitlicher Verzögerung auf neue Systeme wechseln, bestehe großes Interesse an Windows 10, sagt Microsoft-Manager Oliver Gürtler. 40 Prozent der Kunden hätten vor, innerhalb der ersten zwölf Monate auf Windows 10 umzusteigen, 23 Prozent wollten dies in einem Zeitrahmen von zwei Jahren tun. Windows 10 muss sich allerdings in einem weiter dramatisch schrumpfenden PC-Markt behaupten. Dem Marktforschungsunternehmen IDC zufolge ging der Absatz im vergangenen Quartal um 11,8 Prozent zurück. Ob das System das Potenzial hat, dem Markt endlich wieder kräftige Impulse zu liefern, bleibt nun die spannende Frage. Windows 8 hatte das nicht geschafft. Auch viele Hardware-Hersteller waren angesichts des zähen Starts vor rund drei Jahren darüber enttäuscht, wie wenig das System die Nachfrage beflügelt hatte. Zudem hatte das neue Kachel-Design, das auf die Bedienung über Geräte mit berührungsempfindlichem Display optimiert war, viele langjährige Nutzer verschreckt. Mit Windows 10 will Microsoft nun offensiv die Nutzer zurückgewinnen. Das unter Windows 8 von vielen vermisste Start-Menü kehrt mit neuen Funktionen wieder zurück.

Surfen mit "Edge"

Windows 10 kommt zum Start auch mit einem generalüberholten Browser. "Edge" löst den Internet Explorer ab, auch wenn es diesen noch einige Zeit weiter geben wird. "Edge" erlaubt es etwa, direkt auf Webseiten eigene Notizen zu machen und sie anderen Nutzern zur Verfügung zu stellen. Webseiten, die man später lesen will, können in einer Leseliste gespeichert werden.

___

Weitere Informationen im Internet:

http://www.microsoft.com/de-de/windows/features
Weitere Beiträge zu den Themen: Berlin (7520)Juli 2015 (8666)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.