Amazon drohen Streiks im Weihnachtsgeschäft
Verdi lässt nicht locker

Seit langem kämpft die Gewerkschaft Verdi für die Anerkennung der Tarifverträge des Handels durch Amazon. Bild: dpa
Im Tarifstreit mit dem Internet-Versandhändler Amazon erhöht die Gewerkschaft Verdi den Druck. "Im Weihnachtsgeschäft wollen wir zu einem Paukenschlag ausholen", sagte Mechthild Middeke von Verdi Hessen. Am Montag legten erstmals gleichzeitig an vier deutschen Standorten Beschäftigte die Arbeit nieder.

Am Montag gab es Ausstände in den Verteilzentren in Leipzig, Bad Hersfeld sowie in Graben bei Augsburg und in Rheinberg (Nordrhein-Westfalen). Verdi zufolge beteiligten sich daran etwa 2000 Beschäftigte. Nach Unternehmensangaben legten etwa 1300 Mitarbeiter die Arbeit nieder. Die Mehrheit der Beschäftigten sei regulär zur Arbeit gekommen. Der Streik habe keine Auswirkungen auf die Einhaltung des Lieferversprechens an die Kunden.

Der Ausstand soll Verdi zufolge bis heute Abend dauern. Als Streikorte könnten Middeke zufolge demnächst auch Werne und Koblenz hinzukommen. Verdi versucht seit mehr als einem Jahr, den Online-Versandhändler mit Ausständen an verschiedenen Standorten zu Tarifverhandlungen zu den Bedingungen des Einzelhandels zu bewegen. Amazon, das sich als Logistikunternehmen sieht, beschäftigt an bundesweit neun Standorten mehr als 9000 Mitarbeiter.
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