Amazon-Mitarbeiter erneut im Ausstand - Pause bei Kik
Streik vor dem Fest

Mitarbeiter des Online-Versandhändlers Amazon machen mit einem Streik erneut Druck im Tarifkonflikt. Am Montag legten am größten deutschen Standort in Bad Hersfeld 300 Beschäftigte die Arbeit nieder. Das teilte die Gewerkschaft Verdi mit. Für den Abend rief die Gewerkschaft die Spätschicht in Leipzig zum Streik auf. Am Nachmittag legten nach Verdi-Angaben auch knapp 200 Beschäftigte in Leipzig die Arbeit bis zum Ende der Spätschicht nieder. Laut Gewerkschaft soll heute aber wieder normal gearbeitet werden.

Die Gewerkschaft versucht seit mehr als einem Jahr, den Online-Versandhändler zu Tarifverhandlungen zu den Bedingungen des Einzelhandels zu bewegen. Amazon lehnt das jedoch strikt ab und sieht sich selbst als Logistiker. Deswegen kommt es seit Mai 2013 immer wieder zu Streiks. Das Unternehmen beschäftigt in bundesweit neun Warenlagern knapp 10 000 Mitarbeiter.

Die seit drei Wochen andauernden Streiks im Zentrallager des Textil-Discounters Kik hat Verdi unterdessen bis nach Weihnachten ausgesetzt. Die Streikenden sollten "belastungsfreie Feiertage" mit ihren Familien und Freunden genießen, begründete Verdi-Streikleiterin Christiane Vogt am Montag den Schritt. Vogt warnte gleichzeitig, falls die Gewerkschaft "auch nur Ansätze von Sanktionsmaßnahmen gegen Streikbeteiligte" feststelle, werde man den Arbeitskampf wieder aufnehmen.

Ziel von Verdi ist es, die Anerkennung aller Tarifverträge des NRW-Einzelhandels für die Beschäftigten der Kik-Logistik durchzusetzen. Vom Zentrallager in Bönen werden alle Filialen des Textil-Discounters in Deutschland beliefert.
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