An heißen Sommertagen müssen vor allem Senioren so einiges beachten - Austrocknen unbedingt ...
Viel trinken und leichte Bewegung

Senioren neigen dazu, zu wenig zu trinken. Doch ein Flüssigkeitsmangel ist für sie besonders gefährlich. Archivbild: dpa
Viel trinken: Das ist wohl der wichtigste Tipp an heißen Tagen. Ganz besonders Senioren sollten darauf achten. Sie neigen eh dazu, zu wenig zu trinken - und ein Flüssigkeitsmangel ist für sie besonders gefährlich, erklärt Kristina Norman von der Forschungsgruppe Geriatrie der Berliner Charité. Wer den Flüssigkeitsverlust durch Schwitzen nicht ausgleicht, dem kann ganz plötzlich schwindelig werden. Senioren können dann stürzen und sich schwer verletzen. Wie viel Flüssigkeit nötig ist, ist individuell unterschiedlich. Mindestens eineinhalb Liter am Tag sollten es aber sein. In Sachen Ernährung gebe es ansonsten an heißen Tagen keine besonderen Vorschriften, sagt die Expertin. Wer aber Kaltschalen und Obst verzehrt, isst leicht und nimmt so zusätzliche Flüssigkeit auf.

Bloß nicht bewegen ist bei dem Sommerwetter nicht unbedingt die richtige Devise. Denn die Hitze macht dem Kreislauf zu schaffen. Leichte Bewegung hält ihn in Schwung. Darauf weist das Evangelische Zentrum für Altersmedizin Potsdam hin. Für manche ist ein bisschen Sport das Richtige, anderen hilft es, einen Spaziergang zu machen oder Kleinigkeiten im Garten zu erledigen. Das sollten sie aber keinesfalls in der Mittagshitze, sondern morgens und abends tun, wenn es frischer ist. Solche Dinge helfen, den Kreislauf stabil zu halten, und lindern auch die Symptome bei Wetterumschwüngen, unter denen viele Senioren leiden.

Die Haut von älteren Menschen kann UV-Strahlen nicht mehr so gut vertragen. Etwa ab dem 65. Lebensjahr bekommt man schneller einen Sonnenbrand, und dieser verheilt auch langsamer. Darauf weist Christine Eichler hin, Chefärztin im Evangelischen Zentrum für Altersmedizin in Potsdam und Fachärztin für Geriatrie. Auch viele Medikamente oder die Kombination verschiedener Präparate machen die Haut sensibler. Gar nicht mehr in die Sonne zu gehen, sei aber keine Lösung. "Die Sonne hat eine wichtige Funktion für den Vitamin D-Haushalt, was wiederum wichtig für die Gesundheit der Knochen ist." Senioren gehen am besten am Vormittag oder am späten Nachmittag in die Sonne. Eichler rät zu heller, leichter Kleidung und natürlich Sonnencreme. "Der Lichtschutzfaktor sollte mindestens bei 15 bis 20 liegen." Auch die Augen sollten ältere Menschen mit einer Sonnenbrille schützen.
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