Angeblich Geld für Ermittlungen
Verbrauchertipps

Wiesbaden.(dpa) Derzeit bitten falsche Beamte des Bundeskriminalamtes (BKA) Verbraucher am Telefon um finanzielle Unterstützung. Nach Angaben des BKA geben die Anrufer vor, gegen eine Bande von Betrügern zu ermitteln. Um die Ermittlungen fortsetzen zu können, brauche der Anrufer dringend Geld, das nach Abschluss des Ermittlungsverfahrens zurückgezahlt werde. Wer einen solchen Anruf erhält, sollte sich nicht auf die Forderungen einlassen, empfiehlt das BKA. Die Mitarbeiter deutscher Strafverfolgungsbehörden wendeten sich nicht mit einem solchen Anliegen an die Öffentlichkeit. Angerufene sollten sich deshalb nicht unter Druck setzen lassen, sondern Name, Rufnummer und Dienststelle des angeblichen Polizeibeamten notieren und sich an die örtliche Polizeidienststelle wenden.

Falsche Mitarbeiter von Microsoft

Berlin.(dpa) Verbraucher bekommen derzeit Anrufe von vermeintlichen Microsoft-Mitarbeitern. Der Computer der Angerufenen sei von Viren befallen, behaupten sie. Doch das Angebot, beim Säubern des PCs zu helfen, sollten Verbraucher besser ausschlagen, empfiehlt die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz. Denn dahinter verbirgt sich eine Betrugsmasche. Ziel der Anrufer ist es, die Computernutzer zur Installation einer Fernwartungssoftware oder eines Trojaners zu bewegen, erklären die Verbraucherschützer. Damit können die Betrüger auf den fremden Rechner zugreifen. Wer angerufen wird, sollte das Gespräch daher ohne weitere Diskussion beenden, raten die Experten. Wurde bereits Software installiert, sollte das Gerät vom Internet getrennt und von einem Fachmann geprüft werden. Wichtig ist auch, Zugangsdaten und Passwörter möglichst schnell zu ändern.

Herstellergarantien vor Kauf prüfen

Berlin.(dpa) Beim Kauf von Unterhaltungselektronik eingeräumte Herstellergarantien sollten Verbraucher gründlich prüfen. Sie werden zwar als zusätzliche Leistung beworben, bieten in einigen Fällen aber weniger als die gesetzlich vorgeschriebene Gewährleistung. Nach einem Urteil des Landgerichts Berlin (Aktenzeichen 15 O 601/12) werden Verbraucher durch ein solches Vorgehen unangemessen benachteiligt. "Man kann als Verbraucher erwarten, dass man eine Zusatzleistung bekommt", sagt Helke Heidemann-Peuser vom Verbraucherzentrale Bundesverband (VZBV). Dieser Auffassung schloss sich das Gericht in seinem Urteil an.

In dem Fall hatte der VZBV vor Gericht 16 Klauseln von Apples Herstellergarantie und dem zusätzlichen Apple Care Protection Plan beanstandet. Unter anderem war statt der gesetzlich festgeschriebenen zwei Jahren Gewährleistung bei Material- und Herstellungsfehlern nur ein Jahr eingeräumt worden. Die Richter kritisierten außerdem unklar formulierte Bedingungen und Übernahme der Transportkosten durch den Kunden bei einer Reparatur im Ausland. Apple hat die Bedingungen mittlerweile geändert. Egal was der Hersteller an Garantieversprechen abgibt: Gesetzliche Gewährleistungsregeln und Herstellergarantie gelten immer nebeneinander. Allerdings können Verbraucher die gesetzlichen Regeln nur gegenüber dem Händler in Anspruch nehmen, bei dem das Produkt gekauft wurde, also etwa im Elektronikmarkt.
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