Angemerkt zu Bargeld-Limits
Schein-Welt lieb und teuer

Mag sein, dass unseren Nachkommen Münzen und Geldscheine so prähistorisch vorkommen wie uns der Tauschhandel mit Bernstein und Salz. Und freilich läuft ein großer Teil unserer Alltagsgeschäfte bereits über Kreditkarte, Überweisung und Abbuchungsauftrag. Rundungs-Geschäfte wie in Kleve und der jüngste Vorstoß für Cash-Obergrenzen ebnen zudem den Weg für den Ausstieg aus dem Bargeld.

Aber wollen wir uns auf diesen Kulturbruch einlassen? Nichts anderes ist ein solcher Eingriff in die persönliche Lebensführung. Beispiel Bargeld-Limit: Vorgeblich Terroristen, gewöhnliche Kriminelle und Steuerbetrüger soll es treffen. Doch die Scheine in der Tasche sind auch ein Rest Freiheit in einer Welt, in der der Einzelne durchleuchtet und auf Schritt und Tritt verfolgt wird - von Staaten und Konzernen. Die Debatte läuft nun wenigstens in der Gesellschaft. Dort gehört sie hin, und nicht in die Hinterzimmer der Politik und die Zentralbank-Bürokratie.

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