Anleger strafen Deutsche Annington ab

Aktien: Der abermals zugespitzte Schuldenstreit mit Griechenland hat den Dax am Montag weiter nach unten gedrückt. Der deutsche Leitindex fiel um 1,89 Prozent auf 10 984,97 Punkte. Der MDax büßte 1,91 Prozent auf 19 627,76 Punkte ein. Der TecDax verlor 2,03 Prozent auf 1622,64 Punkte.

Im MDax richteten sich die Blicke auf den Handelsriesen Metro, dessen Aktien um 4,66 Prozent absackten. Metro verkauft seine Warenhauskette Kaufhof für rund 2,8 Milliarden Euro an den kanadischen Handelskonzern Hudson's Bay. Die Privatbank Hauck & Aufhäuser sieht dies nicht als Befreiungsschlag. Die strukturellen Probleme blieben dem Einzelhandelskonzern erhalten, schrieb Analyst Christian Schwenkenbecher. Einige Anleger hatten Händlern zufolge auf einen höheren Preis gehofft. Die Aktien der Deutschen Annington knickten am Index-Ende um 5,55 Prozent ein. Die Immobiliengesellschaft baut ihre Position als Marktführer mit dem Kauf der Süddeutschen Wohnen von Patrizia Immobilien zwar aus, finanziert die Milliardenübernahme aber mit einer Kapitalerhöhung. Die Aktien von Patrizia stiegen um rund zwei Prozent.

Im Dax gab es mit den Papieren von Lanxess lediglich einen Gewinner. Die Deutsche Bank hatte sich positiv zu den Anteilsscheinen des Spezialchemiekonzerns geäußert.

Der Eurostoxx 50 büßte 1,85 Prozent auf 3438,07 Punkte ein. Der Dow Jones Industrial stand zum europäischen Börsenschluss im Minus.

Renten:Die Umlaufrendite börsennotierter Bundeswertpapiere fiel von 0,71 Prozent am Freitag auf 0,66 Prozent. Der Rex stieg um 0,32 Prozent auf 138,10 Punkte. Der Bund-Future gewann 0,37 Prozent auf 151,35 Punkte.

Euro:Der Kurs des Euro fiel. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,1218 (Freitag: 1,1220) US-Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8914 (0,8913) Euro. (dpa)
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