Anleger um mehr als zehn Millionen Euro betrogen
Elf Jahre Haft [Aktualisierung]

Symbolbild: dpa
Weiden. (dpa) Für den Betrug mehrerer Anleger um mehr als zehn Millionen Euro muss ein 69-Jähriger elf Jahre in Haft. Das Landgericht Weiden verurteilte am Freitag den gebürtigen Oberbayern wegen Betrugs in 51 Fällen. Der Mann, der zuletzt Jahrzehnte auf Mallorca lebte, hatte seinen Opfern vorgegaukelt, dass er mehrere Hundert Millionen US-Dollar besitze, die aber bei verschiedenen Banken festliegen würden. Um an dieses Geld zu kommen, müsse er Steuern, Gebühren, Versicherungsprämien oder Schmiergelder zahlen. Er lieh sich dafür Geld von den Geschädigten, denen er eine schnelle Rückzahlung mit Renditen von bis zu 400 Prozent versprach. «Wir mussten feststellen, dieses Vermögen gab es nicht», begründete der Vorsitzende Richter Walter Leupold das Urteil. Diese Täuschungshandlung sei klarer Betrug.

Vorsitzender Richter Walter Leupold legte dem 69-Jährigen zur Last, dass er relativ rücksichtslos die Gutgläubigkeit seiner Opfer ausgenutzt habe. Außerdem sei der Angeklagte ja schon einmal wegen Betrugs zu einer Bewährungsstrafe verurteilt worden - und habe trotzdem kurz darauf weitergemacht. Gleichzeitig betonte Leupold, dass der Angeklagte damit rechnen könne, nicht die volle Strafe absitzen zu müssen, da dies seine erste Haft sei. Weil derAngeklagte bereits zwei Jahre in Untersuchungshaft verbracht hat, könnte er in fünf Jahren wieder entlassen werden.
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