Anmerkung zur Legendenbildung der Strompreisbildung
Märchen vom Preistreiber

Während die EEG-Förderung erneuerbarer Energien explizit im Strompreis ausgewiesen wird, erfolgen die staatlichen Förderungen von Atom und Kohle teils aus dem öffentlichen Haushalt, teils über andere Preistreiber. Quelle: Forum Ökologisch-soziale Marktwirtschaft

Es war einmal vor langer Zeit, da entschloss sich die mächtigste Frau der Welt, die Energie einmal beherzt zu wenden.

Was war geschehen? Gletscher schmolzen, Meeresspiegel stiegen, Fukushima kollabierte. Die Kanzlerin rief alle Minister zu sich und ließ sie Pläne zeichnen. Und siehe da: Es wuchsen Solaranlagen auf den Dächern, Windräder auf den Hügeln und Biogaskraftwerke in den Ebenen. Und plötzlich zeigte sich: keine Steinzeit weit und breit.

Da erhob sich ein großes Klagen aus allen Himmelsrichtungen: "Wehe", drohte der voRneWEg-Riese und "ihr werdet schon noch sehen", schimpfte der Eon-Gigant, und "ohne mich" der Vattenfall-Koloss und auch der EnBW-Titan zeigte seine Krallen. Sie konnten nicht fassen, dass das schöne Geschäftsmodell mit den gemütlichen alten Meilern und Klimakillern nun zu Ende gehen sollte - wegen des bisschen Klimas.

Und sie riefen: "Das kommt euch teuer zu stehen, die gierige Sonne und der Wucherwind - wer soll das bezahlen?" Da erschraken die Politiker und vertrieben die Sonne und den Wind. Und wenn sie nicht gestorben sind, verfeuern sie noch immer Eierbriketts.

juergen.herda@derneuetag.de
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