Arbeit für alle

Zum Besuch von Angela Merkel in Amberg an diesem Montag merkt ein Leser an:

Bei der nächsten Version Industrie 4.1 oder 5.0 oder wie man das auch nennen mag, werden immer weiter mehr Menschen ihre Arbeit verlieren. Das ist für die Betroffenen schlimm, nicht aber für die Firmen. Die Produktivität steigt, die Qualität meist ebenso. Wie der Stellenabbau umgesetzt wird, ist absolut falsch.

Wenn mit der Produktivität auch die Gewinne steigen, ist es zwingend nötig, alle bisherigen Beschäftigten daran teilhaben zu lassen. Wer sonst hat dafür gesorgt, dass dies möglich wurde?

Die einzig logische Konsequenz ist nicht Stellenabbau, sondern Arbeitszeitverkürzung für alle Beschäftigten. Wenn die Maschinen die Arbeit übernehmen, kann nicht der einzige Gewinner der Unternehmer sein. Die Unternehmer sind zu beteiligen, soll heißen, Gewinne sind auch im Arbeiter zu investieren. Ich verstehe auch nicht, warum sich die Betriebsräte jeweils nur auf Sozialpläne einlassen und Stellenabbau zulassen. Arbeit ist für alle da! Und sollte die Arbeit nicht reichen, muss sie auf alle gerecht verteilt werden, damit die Gewinne nicht nur den Reichen reichen. Vollbeschäftigung ist grundgesetzkonform, wenn auch noch nicht Grundrecht.

Johann Strasser, 92559 Winklarn
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