Arbeitsgericht erlaubt Lufthansa-Streik in Düsseldorf - Airline-Chef will verhandeln
Kein schnelles Streik-Ende

Das Düsseldorfer Arbeitsgericht hat den Streik des Kabinenpersonals bei der Lufthansa an diesem Standort nun doch erlaubt. Eine Klage der Lufthansa gegen den Arbeitskampf der Gewerkschaft Ufo wurde am Mittwoch zurückgewiesen. Der längste Streik in der Lufthansa-Geschichte geht damit mit unverminderter Härte weiter: Der Ausstand der Flugbegleiter traf fast 100 000 Passagiere.

Lufthansa strich am fünften Tag des Arbeitskampfes 930 Flüge an den Flughäfen Frankfurt, München und Düsseldorf. Lufthansa-Chef Carsten Spohr will aber den harten Kurs gegen die Gewerkschaften fortsetzen. Die Auseinandersetzungen würden solange ausgetragen wie notwendig, sagte er am Mittwoch in Frankfurt.

Jeder Streiktag einer zu viel

Das Unternehmen könne nicht seine Zukunftsfähigkeit aufs Spiel setzen. "Jeder Streiktag ist einer zu viel", sagte Spohr. Ein schnelles Ende des aktuell laufenden Streiks der Flugbegleiter sei nicht in Sicht. Aber natürlich ende jede Verhandlung mit einem Kompromiss, ließ Spohr weitere Verhandlungsbereitschaft erkennen.

Der Chef der Flugbegleitergewerkschaft Ufo, Nicoley Baublies, rechnet allerdings nicht damit, dass es während des bis Freitag angekündigten Ausstands noch Verhandlungen gibt. "Danach werden wir natürlich wieder miteinander sprechen müssen", sagte Baublies.

Lufthansa war in der Nacht vor dem Arbeitsgericht Darmstadt mit einem Antrag auf einstweilige Verfügung gescheitert, den Ausstand in Frankfurt und München verbieten zu lassen. Seit Beginn des Ausstands sagte die Airline 2800 Flüge ab. Betroffen waren rund 336 000 Reisende.
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