Auch US-Konzern Hudson's Bay zeigt Interesse an Warenhauskette Kaufhof
Konkurrent in den Startlöchern

Im Kampf um die Warenhauskette Kaufhof bahnt sich möglicherweise ein Bieterwettkampf an. Das "Handelsblatt" und die "Welt" berichteten am Mittwoch übereinstimmend, nach Karstadt-Eigentümer René Benko habe auch der kanadische Handelskonzern Hudson's Bay ein erstes vorläufiges Kaufangebot für die Metro-Tochter abgegeben. Das Angebot der Kanadier soll sich den Berichten zufolge wie Benkos Offerte in der Größenordnung von 2,9 Milliarden Euro bewegen. Die Metro wollte die Berichte nicht kommentieren. Bislang liege der Metro von den Kanadiern allerdings nur ein "erstes Angebot" vor, berichtete die "Welt". Ein sorgfältig ausgearbeitetes Papier, das als Entscheidungsgrundlage für den Metro-Vorstand dienen könne, werde voraussichtlich in der zweiten Juni-Hälfte fertig.

Hudson's Bay, gegründet 1670, ist nach eigenen Angaben Nordamerikas ältestes Unternehmen. Der Konzern betreibt in den USA und Kanada mehr als 300 Warenhäuser und Fachgeschäfte. Zum Firmenimperium gehört auch die bekannte US-Warenhauskette Saks Fifth Avenue. Während Benko offenbar eine Fusion von Karstadt und Kaufhof anstrebt, um die Wettbewerbsfähigkeit der Kaufhäuser zu erhöhen, wäre die Kaufhof-Übernahme für Hudson's Bay ein erster Schritt auf den europäischen Markt.
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