Aufklären über Weitergabe von Daten
„Like“-Button: Gericht stärkt Verbraucher

Das geht ins Auge: Facebook bekommt auch auf Webseiten anderer Anbieter Daten über den "Like"-Button. Verbraucherschützer haben Unternehmen in die Pflicht genommen, die den "Gefällt mir"-Knopf auf ihrer Homepage integrieren. Einem Gericht zufolge müssen Unternehmen über die Datenweitergabe aufklären. Archivbild: dpa

Düsseldorf. In einer Klage wegen des "Gefällt mir"-Buttons von Facebook hat das Landgericht Düsseldorf der Verbraucherzentrale NRW weitgehend recht gegeben. Diese hatte gegen den Bekleidungshändler Peek & Cloppenburg Klage eingereicht, weil über das Plugin Daten über das Surfverhalten des Kunden schon beim Aufrufen einer Seite an Facebook weitergeleitet werden. Unternehmen müssten den Seitenbesucher über die Weitergabe von Daten aufklären, erklärte das Gericht am Mittwoch und unterstützte damit die Ansicht der Verbraucherschützer. Die Integration des "Like"-Buttons verletze Datenschutzvorschriften, weil dadurch unter anderem die IP-Adresse des Nutzers ohne ausdrückliche Zustimmung an Facebook weitergeleitet werde, so das Gericht.

Bei Peek & Cloppenburg ging es um die Website Fashion ID. Mittlerweile muss der Nutzer dort Social-Media-Dienste explizit aktivieren und stimmt damit zu, "dass Daten an die Betreiber der sozialen Netzwerke übertragen werden". Insgesamt hatte die Verbraucherzentrale NRW sechs Unternehmen wegen des "Like"-Buttons abgemahnt.
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