Aus zum Frühjahr 2017
Johnson Controls schließt Werk in Bochum

Bochum. Zweieinhalb Jahre nach dem Aus für die Opel-Produktion in Bochum hat der Autositze-Zulieferer Johnson Controls am Freitag die Schließung seines Werks in der Stadt zum Frühjahr 2017 angekündigt. Betroffen sind 420 Mitarbeiter. Ein Sozialplan wurde bereits vorsorglich verhandelt. Nach der Schließung der Opel-Produktion Ende 2014 sei das Auftragsvolumen deutlich zurückgegangen. Das Unternehmen baut noch Autositze für Ford. Dieser Auftrag laufe aber im Frühjahr 2017 aus, "Ein Nachfolgegeschäft konnte für das Werk nicht gewonnen werden", heißt es in der Mitteilung.

Für Bochum ist der Rückzug des großen Zulieferers ein weiterer schwerer Schlag. Die 3000 Ex-Opelaner, die nach der Schließung ihres Werkes überwiegend in eine Transfergesellschaft gewechselt haben, finden in der strukturschwachen Region nur mit Mühe neue Stellen.
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