Ausbau: Auch Rundfunk-Wellen nutzen - Versteigerung im Frühjahr 2015 geplant
Neue Breitbandfrequenzen

Für den Ausbau des schnellen Internets in Deutschland sollen zusätzliche Frequenzen zur mobilen Übertragung genutzt werden. Sie werden auch in eine baldige Versteigerung einbezogen, deren Erlös zum Großteil in den Breitbandausbau fließen soll. Das geht aus einem Bericht des Bundesinfrastrukturministeriums für den zuständigen Bundestagsausschuss hervor.

Den Ertrag der im Frühjahr 2015 geplanten Versteigerung wollen sich Bund und Länder je zur Hälfte teilen und in Förderprogramme lenken, wie erste verbindliche Absprachen vorsehen. Als weitere Kanäle für mobiles Internet sollen demnach neben den noch vom Rundfunk genutzten 700-Megahertz-Frequenzen auch 1,5 Gigahertz-Frequenzen verwendet werden. Diese sind für das Herunterladen großer Datenmengen geeignet.

50-Megabit-Zugänge

Die Bundesregierung hat das Ziel ausgegeben, bis 2018 flächendeckend Übertragungsgeschwindigkeiten von 50 Megabit pro Sekunde zu erreichen. Eine Vollabdeckung erfordert laut Schätzungen Investitionen von bis zu 20 Milliarden Euro. Bundesweit sind die schnellen Zugänge aktuell für zwei Drittel der Haushalte verfügbar. Vor allem in dünn besiedelten Gebieten soll Drahtlostechnik eingesetzt werden.

Die Vergabe freiwerdender Funkfrequenzen werde gerade vorbereitet. Die Erlöse sollen nach Abzug von Umstellungs- und Verwaltungskosten für den Breitbandausbau reserviert werden. Besiegelt werden soll dies offenbar beim Treffen der Ministerpräsidenten am 11. Dezember.
Weitere Beiträge zu den Themen: Berlin (7520)12-2014 (6638)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.