Auswirkungen der EZB-Ankündigungen

Die am Donnerstag angekündigte Geldflut der Europäischen Zentralbank (EZB) hat am Freitag deutliche Auswirkungen gezeigt. An Tokios Börse kam Kauflaune auf: Der
Nikkei-Index stieg um 182,73 Punkte oder 1,05 Prozent auf einen Schlussstand von 17 511,75 Zähler. Der Dax übersprang am Freitag erstmals in seiner Geschichte die Marke von 10 500 Punkten und markierte damit den sechsten Handelstag in Folge ein Rekordhoch. Der Euro stand hingegen weiter unter Druck: Am Morgen nach der Ankündigung kostete die Gemeinschaftswährung im Tief 1,1315 US-Dollar - der niedrigste Stand seit September 2003.

Eine weitere Folge war ein heftiger Andrang am europäischen Anleihemarkt: Am Freitag stiegen die Kurse von Staatsanleihenin vielen Euro-Ländern stark an. Im Gegenzug fielen die Renditen, die sich aus Nominalzins und Kurswert errechnen, auf neue historische Tiefstände. Besonders stark fielen sie in Griechenland, Slowenien und Portugal. In größeren Euro-Ländern wie Spanien und Italien sank der Zins für zehnjährige Staatsanleihen mit 1,31 und 1,46 Prozent auf neue Rekordtiefs. Auch in Deutschland und Frankreich fielen die Zinsen für zehn Jahre auf historische Tiefs von 0,36 und 0,52 Prozent. Sogar dreißigjährige Bundesanleihen werfen gerade mal etwas mehr als ein Prozent ab. (dpa)
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