Automarkt verliert an Tempo

Die Aufholjagd auf dem europäischen Automarkt droht zum Jahresende zu geraten. Im November wurden in der EU rund 954 000 Fahrzeuge neu zugelassen, 1,4 Prozent mehr als vor einem Jahr. Das teilte der Branchenverband Acea am Dienstag mit. Damit stieg der Absatz zwar den 15. Monat in Folge. Im Oktober und September waren die Zuwächse mit 6,5 beziehungsweise 6,4 Prozent aber noch deutlich höher ausgefallen. Allerdings hatte der November einen Werktag weniger als der Vorjahresmonat.

Seit Jahresbeginn stieg der Absatz in der EU im Vergleich zum Vorjahr um 5,7 Prozent auf 11,6 Millionen Fahrzeuge. Autoexperte Peter Fuß von der Unternehmensberatung EY prognostiziert für das Gesamtjahr 12,5 Millionen Neuwagenverkäufe. Das wären zwar gut fünf Prozent mehr als 2013, aber 13 Prozent weniger als im Vorkrisenjahr 2008. Die Branche müsse sich in den kommenden Monaten auf eine Abschwächung des Wachstums einstellen, sagte Fuß. "Die Wirtschaftslage hat sich in den vergangenen Monaten eingetrübt, was auch die Autobranche belastet." Eine deutliche Erholung des Neuwagenmarktes im Jahr 2015 sei unwahrscheinlich.
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